Fünf-Punkte-Plan der Regierung
Deutsche sollen fitter und nicht fetter werden

Die Bundesregierung hat die Bundesbürger zu gesünderer Ernährung und mehr Bewegung aufgerufen. Mit einem Fünf-Punkte-Plan will das Kabinett den Trend umkehren, dass immer mehr Deutsche immer dicker werden. Auslöser der ganzen Debatte ist eine wissenschaftliche Studie.

HB BERLIN. Die Regierung verabschiedete am Mittwoch in Berlin ein Eckpunktepapier für einen Nationalen Aktionsplan unter dem Titel „Gesunde Ernährung - Schlüssel für mehr Lebensqualität“. Die Vermeidung von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten wird in dem von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer eingebrachten Konzept als „eine der größten gesundheits- und ernährungspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte“ bezeichnet.

Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) seien maßgeblich verantwortlich für viele Zivilisationskrankheiten, heißt es in dem Papier. So sind in Deutschland rund 37 Mill. Erwachsene und rund zwei Mill. Kinder und Jugendliche übergewichtig oder adipös. Ein Viertel der Erwachsenen leidet an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem gibt es rund vier Mill. Diabetiker. Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann haben chronische Rückenschmerzen. Die Kosten ernährungsbedingter Krankheiten belaufen sich den Angaben zufolge auf mehr als 70 Mrd. Euro. Dies entspricht 30 Prozent aller Gesundheitskosten.

Um das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Deutschen bis 2020 nachhaltig zu verbessern, will die Bundesregierung auf mehreren Feldern aktiv werden. So soll die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion übernehmen. „Die Förderung gesunder Lebensstile durch Ernährung und Bewegung ist eine Aufgabe vieler Politikfelder“, heißt es in dem Papier. Die berufliche und private Infrastruktur soll mehr Anreize und Möglichkeiten für Bewegung bieten.

Zudem sollen Bildung und Information über Ernährung, Bewegung und Gesundheit verbessert werden. Die Verpflegung etwa in Kantinen, in Schulen und Kindertagesstätten oder Krankenhäusern muss aus Sicht der Bundesregierung ebenso verbessert werden wie im gastronomischen Bereich, etwa in Zügen und Flugzeugen. Lebensmittel sollen klarer und verständlicher gekennzeichnet werden. Bundesweite Erhebungen über das Essverhalten und ein Ernährungsmonitoring sollen wichtige Informationen über das Ernährungsverhalten der Deutschen liefern.

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