G7-Gipfel auf Schloss Elmau
Steuerzahlerbund kritisiert Kosten für Politikertreffen

Fast 360 Millionen Euro – soviel wird laut bayrischem Bund der Steuerzahler der G-7-Gipfel auf Schloss Elmau kosten. Die Lobbyorganisation nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel für die hohen Kosten in die Pflicht.
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MünchenDer bayrische Bund der Steuerzahler hat die Kosten für den bevorstehenden G-7-Gipfel auf Schloss Elmau auf fast 360 Millionen Euro beziffert und als viel zu hoch kritisiert. Der Regionalverband berief sich dabei am Mittwoch in München auf eigene „Recherchen und Berechnungen“ mit.

Offiziellen Angaben der Behörden zufolge belaufen sich die Kosten auf 130 Millionen Euro. Der Verband machte die Wahl des Ortes für die hohen Kosten verantwortlich. Das Luxushotel in den Bergen sei nur mit extrem hohem Aufwand zu sichern.

Er verwies unter anderem auf die Notwendigkeit, ein ganzes Tal samt Bergspitze hermetisch abzuriegeln. Dafür seien eigens Hubschrauberlandeplätze in ein Naturschutzgebiet gebaut sowie Millionen Euro für „Sammellager und Gefängnisse“ ausgegeben worden. Der G-7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau findet am 7. und 8. Juni statt.

„Die Kosten sind unverhältnismäßig“, erklärte Rolf von Hohenhau, Präsident des bayrischen Steuerzahlerbunds. „In München wird die Sicherheitskonferenz mit ähnlich hohem Sicherheitsanspruch alljährlich für ca. drei Millionen Euro veranstaltet. Elmau macht keinerlei Sinn.“

Der Verband machte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Ortswahl verantwortlich. Elmau sei auf „persönlichen Wunsch der Bundeskanzlerin“ ausgewählt worden. Dabei hätten Kosten und Durchführbarkeit keine Rolle gespielt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " G7-Gipfel auf Schloss Elmau: Steuerzahlerbund kritisiert Kosten für Politikertreffen"

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  • Seit Merkel regiert werden wieder hoe Zäune gebaut, jedes reffen wird teurer.
    Im Geld rausschmeißen ist diese Frau wirklich Spitze

  • Der Steuerzahlerbund ist der einzig verbliebene Interessensvertreter der Deutschen Steuerzahler, und keine Lobbyorganisation. Dann ist schon eher die Merkel-CDU eine Lobbyorganisation für USzionistische Milliärdäre wie George Soros und faschisto-Oligarchen und Milliardäre wie Poroschenko, dessen Vermögen und anderer wie Soros, sie bei jedem seiner monatlichen Staatsbesuche mit Hilfe von ein paar Milliarden Euro aus Deutschen Steuerngeldern rettet.
    Forbes hat ihre "Lobby-Merkel" gerade wieder zur mächtigste Frau der Welt erwählt. Da muss was dran sein, denn Forbes gehört den Rothshilds.

  • Würde eine Politik für die Mehrheit der Bürger gemacht werden, würden diese Bürger "ihre" Politiker auch schützen.
    So gibt es nicht "ihre" Politiker.

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