Gerhard Schröder zur Flüchtlingskrise: „Da wurde schlicht die Realität ignoriert“

Gerhard Schröder zur Flüchtlingskrise
„Da wurde schlicht die Realität ignoriert“

PremiumLange hat sich Altkanzler Gerhard Schröder in der Flüchtlingskrise zurückgehalten. Nun redet er im Handelsblatt-Interview ausführlich über die Versäumnisse von Merkels Krisenpolitik. Der unbegrenzte Zuzug von Flüchtlingen sei ein Fehler.

Das Anwaltsbüro von Gerhard Schröder sieht nicht aus wie eine gewöhnliche Kanzlei. An den Wänden hängen Werke von Andreas Gursky und Markus Lüpertz und Bilder aller Kanzler der Bundesrepublik. Nur Angela Merkel fehlt. Der Altkanzler, am Abend zuvor von einer Iran-Reise zurückgekehrt, wirkt aufgeräumt, als er die Handelsblatt-Redakteure Sven Afhüppe und Gabor Steingart empfängt. In dem anderthalbstündigen Gespräch zeigt er, dass er nicht die Lust verloren hat, politisch Flagge zu zeigen.

Herr Schröder, Sie waren in dieser Woche drei Tage in Iran, haben den Präsidenten und sechs Minister getroffen, eine große Wirtschaftsdelegation begleitete sie. Eigentlich alles wie früher, oder?
Das...

 
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