Germanwings-Absturz
Piloten pochen auf ärztliche Schweigepflicht

Weil der Co-Pilot der abgestürzten Maschine möglicherweise psychisch krank war, werden Rufe nach einer Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht laut. Dagegen wehrt sich nicht nur die Pilotenvereinigung Cockpit.
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DüsseldorfDie Pilotenvereinigung Cockpit hat Forderungen nach einer Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht vor dem Hintergrund der Germanwings-Katastrophe eine Absage erteilt. Der Präsident der Pilotengewerkschaft, Ilja Schulz, sagte der „Rheinischen Post“ vom Dienstag, derlei Anregungen könne es nur von Menschen geben, die mit der Branche nicht vertraut seien. Nur bei einer Schweigepflicht könne der Arzt „echte Hilfe anbieten“.

„Wenn mein Arzt von der Schweigepflicht entbunden ist, werde ich ihm gegenüber kein Problem ansprechen, weil immer die Angst vorm Fluglizenzentzug mitschwingt“, warnte Schulz. Er reagierte auf jüngst erhobene Forderungen, die ärztliche Schweigepflicht für Menschen in bestimmten Berufen zu lockern.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte am Montag erklärt, dass der Co-Pilot der vor einer Woche in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine vor seiner Pilotenkarriere psychotherapeutisch wegen möglicher Suizidgefährdung behandelt worden war. Schon seit einigen Tagen ist zudem bekannt, dass der 27-Jährige am Tag des Unglücks eigentlich krank geschrieben war. Der Co-Pilot steht im Verdacht, die Maschine mit 150 Menschen an Bord absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.

Vor dem Hintergrund der Tragödie hatte es auch Forderungen nach regelmäßigen psychologischen Untersuchungen für Piloten gegeben. Auch dies lehnte Schulz ab. „Davon halten unsere Psychologen überhaupt nichts, weil das auch nur eine Momentaufnahme ist“, sagte er der „Rheinischen Post“. Nach „einschneidenden Erlebnissen“ könne sich der Zustand eines Menschen in kürzester Zeit ändern.

Viel wichtiger sei die schon heute etablierte kontinuierliche Betreuung, etwa das Simulatortraining. Wer psychisch instabil sei, falle dabei auf.

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Auch Psychotherapeuten gegen Lockerung der Schweigepflicht

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  • >>Weil der Co-Pilot der abgestürzten Maschine möglicherweise psychisch krank war >>

    Eine unfassbare Vermutung, die durch NICHTS belegt ist. Alles dummes Nachgeschwafele der Lügenpresse !

    Es ist NICHT belegt, daß :

    - der Co-Pilot alleine im Cockpit war
    - der Kapitän nicht im Cockpit war
    - der Co-Pilot Suizid begehen wollte
    - der Co-Pilot ein schlechter Flieger war
    - die Maschine nicht durch Laser - Strahlen der NATO technisch beeinflusst war
    - die Maschine keinen Ausfall der Elektronik hatte
    - die Maschine nicht durch Mirage-Militärjets abgeschossen wurde
    - die Amis ( NATO ) die Maschine nicht durch Fernsteuerung gelenkt haben
    - die Maschine in Barcelona nicht manipuliert wurde ( Verspätung beim Start )
    - die Maschine nicht manipuliert wurde bei Schassis-Reparatur vor Start

    etc. sonstige Möglichkeiten.

    Der Co-Pilot war ausser dem trotz seines jungen Alters ein sehr guter und begeisterter Flieger, der Auszeichnung-Abzeichen der Amis dafür erhalten hat :

    http://aviation-business-gazette.com/A44/B58/Pilot-Andreas-Guenter-Lubitz-Rheinland-Pfalz-.html

    Über die NATO-Übungen im Flugraum kann man hier nachlesen :

    http://www.whatdoesitmean.com/index1852.htm

    Gegen den Suizid der Piloten spricht die Notrufmeldung in Barcelona :

    http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/6361704/-airbus-hat-einen-notruf-abgesetzt-.html

    Hier die Landschaft am Absturzort mit Regionalflughafen :
    ( hier wollte der Flieger wohl Not-landen )

    https://www.youtube.com/watch?v=4ybzxdyA9Pg

    Lufthansa-Experte Haisenko über den Absturz :

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_PNFsDPKSz0






  • Dazu ist an zu merken: Die ärztliche SchweigePFLICHT gibt es nicht. So zum Beispiel bei schweren Infektionskrankenheiten. Die sind sogar meldepflichtig! Auch bei Verdacht auf Kindesmisshandlung hat der Arzt das Recht (= nicht die unbedingt die Pflicht) dies den Behörden zu melden. Gerade letztes Beispiel zeigt, dass es gesellschaftlich anerkannt ist z.B. bei sog. "Schutzbefohlenen" eine ärztliche Schweigepflicht einzuschränkent. Ist es nicht eine vergleichbare Situation im Transportgewerbe wie dem Fliegen? 100 und mehr Menschen vertrauen darauf, dass der Pilot sie sicher ans Ziel bringt. Rechtfertigt die ärztliche Schweigepflicht den Tod von Hunderten von Menschen? Eine Lösung wäre arbeitsvertraglich leicht im Sinne aller Beteiligten zu lösen. Der krankschreibende Arzt schickt die Krankmeldung an den Arbeitgeber. Der muss gar nichts über die Art der Krankheit erfahren! Da steht dann einfach unfit to fly. Fertig und wo ist das Problem? - Natürlich wird es weiterhin Flugzeugabstürze geben. Wenn in dieser Welt eines sicher ist: dann die UNSICHERHEIT:

  • Und weiter geht es mit Abbau der bürgerlichen, der demokratischen Rechte. Die ärztliche Schweigepflicht ist ein sehr hohes Gut, wie auch bei Anwälten und oder das Beichtgeheimnis bei Pfarrern. Die Forderung ach Lockerung der ärtlichen Schweigepflicht ist billiger Populismus und so manche Gutmenschen lassen sich jetzt wieder vor den Karren spannen.
    Wie häufig kam es denn zu solch einem Unglück? Wie oft aber kommt es zu Misshanldungen zu Missbrauch von Kindern, von Alten & Pflegebedürftigen? Gab es jemals die Forderung nach Aufhebung der Schweigepflicht für Personen in lehrenden, erzieherischen und pflegerischen Berufen? Gab es nicht den Fall Edathy? Einen SPD Politiker der Drogen /Chrystal Meth) nahm? Wieso gibt es keine Forderung nach Aufhebeung der ärztlichen Schweigepflicht für Politiker? Diese könnten im Ernstfall schwere dauerhafte Schäden für das geamte land anrichten.
    Ich finde dieses populistsiche Ausnutzen einer großen Katastrophe nur noch widerlich.

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