Geschlechtsneutrale Sprache
Grüner Gender-Star* erzürnt CDU-Politiker

Die CDU muss sich in Baden-Württemberg an so einiges gewöhnen. Als Juniorpartner der Grünen erfahren sie nun auch, was es heißt, über Geschlechterneutralität nicht nur zu sprechen, sondern sie auch zu leben.

BerlinSteffen Bilger gilt als Nachwuchshoffnung in der CDU. Mit seinen 37 Jahren hat er schon einiges erreicht: Er ist Vorsitzender der Jungen Gruppe der Unions-Bundestagsfraktion, seine Fraktion hat ihm mit der Elektromobilität ein wichtiges Zukunftsthema anvertraut, und er war CDU-Verhandlungsführer in verkehrspolitischen Fragen bei den grün-schwarzen Koalitionsgesprächen in Baden-Württemberg. Den Koalitionsvertrag hat der Schwabe quasi mitgeschrieben.

Bilger könnte also zufrieden sein. Doch der Christdemokrat ärgert sich. Ihn stört, dass die von den Grünen geführte Landesregierung das ausgehandelte Regierungsprogramm auf Twitter mit einer geschlechtsneutralen Sprache anpreist.

Der Koalitionsvertrag sei „ein demokratisches Reifezeugnis und das Ergebnis intensiver Verhandlungen guter Demokrat*innen“, schreibt das zuständige Staatsministerium. Bilger stößt sich an dem Sternchen-Symbol. Benutzt wird es als sprachliches Hilfsmittel, um verschiedene Geschlechter und Identitäten zu berücksichtigen.

Davon hält der CDU-Politiker reichlich wenig. Und er fordert die Landesregierung via Twitter ultimativ auf: „Lassen Sie bitte endlich diese grüne Genderschreibweise in Landesregierungs-Tweets bleiben!“

Bilgers Forderung dürfte jedoch kaum Gehör finden. Die Verwendung des Gender-Sterns ist bei den Grünen seit vergangenem November Pflicht. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Partei auf einem Bundesparteitag.

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„Habt ihr nichts Wichtigeres zu tun?“

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