Gesundheitsreform
Deutliche Leistungskürzungen stehen bevor

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger bei der anstehenden Gesundheitsreform erneut auf Mehrbelastungen eingestimmt.

HB BERLIN. Bei der Gesundheitsreform müssen Versicherte offenbar tiefe Einschnitte in den Leistungskatalog der Kassen befürchten. Sowohl das Krankengeld als auch die Absicherung von „selbst verschuldeten“ Unfällen stehen nach Medienberichten zur Debatte.

Die zuständige Arbeitsgruppe hat aber noch nicht über Leistungskürzungen gesprochen, wie das Gesundheitsministerium am Samstag auf Anfrage betonte. Auch bei dem von der Koalition debattierten Fondsmodell besteht noch jede Menge Diskussionsbedarf. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte in Saarbrücken die Ankündigung, dass die Gesundheitsversorgung in Deutschland mittel- und langfristig auf jeden Fall teurer werde. Die CDU-Chefin betonte aber, dass die Reform im Sinne der Versicherten gemacht werde - „und nicht im Auftrag derer, die sich einen Besitzstand in diesem System erarbeitet haben.“

Auf Drängen von Merkel und von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt fasst die Koalition inzwischen ernsthaft ins Auge, die Finanzierung der Krankenversicherung über einen Fonds zu organisieren. Hinein fließen sollen Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie Steuern. Ausgezahlt werden sollen an alle Kassen einheitliche Pauschalen von 150 bis 170 Euro pro Versichertem plus Zuschläge für Alte und Kranke.

Allerdings sind bei dem Modell noch viele Fragen offen, wie die SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann sagte. „Der Begriff ist eine schöne Projektionsfläche.“ Jeder könne sich etwas anderes darunter vorstellen. „Aber die wesentlichen Punkte sind noch nicht geklärt.“

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