Gewaltbereite Fans
Politik macht Druck auf Fußballverbände

Die jüngsten Absichtserklärungen und ein Verhaltenskodex beim Sicherheitsgipfel der Profivereine gehen der Innenministerkonferenz nicht weit genug. Die Politiker wollen ein größeres Sicherheits-Paket.
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BerlinDie jüngsten Bilder von wütenden Zuschauer-Chaoten, Rauchbomben und Rasenstürmen in deutschen Stadien wirken nach. Kurz vor dem Start in die neue Fußballsaison hat die Politik vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL) und den Vereinen ein noch umfangreicheres Sicherheitspaket gefordert. Die auf dem jüngsten Sicherheitsgipfel von 53 Proficlubs verabschiedeten Maßnahmen und ein Verhaltenskodex sind der Innenministerkonferenz (IMK) zu wenig. Der Profifußball soll noch mehr in Fanprojekte investieren, dafür wollen die Länder Vorhaben im Amateurfußball finanziell unterstützen.

Am Montag in Berlin erhoben die Innenminister bei einem Spitzentreffen mit DFB und DFL die Forderung, die jüngsten Erklärungen der Profivereine auch „zeitlich zu untersetzen, damit wir im Frühjahr grundsätzliche Normen haben“, erklärte Lorenz Caffier, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz. „Der Druck ist da, weil sie sagen, so machen sie nicht mehr weiter. Über einige Punkte wird nicht mehr verhandelt“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach der Nachrichtenagentur dpa und machte damit klar, dass die Innenminister zu einer „Null-Toleranz-Politik“ gegen gewaltbereite Fans und Störer keine Alternativen zulassen werden.

„Wir haben den Druck gespürt, der von den Ländern ausgeübt worden ist“, kommentierte Niersbach das Treffen. Die Innenminister erwarten ein noch größeres finanzielles Engagement des bezahlten Fußballs in Fanprojekte, eine neue Qualität bei Ordnungsdiensten und Videoüberwachung, zentral umgesetzte Stadionverbote für gewalttätige Fans und weitere Sanktionierungen. Auch personenbezogene Eintrittskarten wurden thematisiert.

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Längere Stadionverbote gegen Randalierer

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