Glücksspiel-Steuer
Länder wollen Sport-Zocker verschonen

Die Bundesländer haben sich beim Glücksspiel-Staatsvertrag zu einem Kompromiss durchgerungen: Sportwetten sollen künftig deutlich niedriger besteuert werden. Schlechte Nachrichten gibt es für Online-Zocker.
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Berlin.Im Streit der Bundesländer um einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag zeichnet sich ein Kompromiss ab. Bei einer Tagung verständigten sich die Chefs der Staatskanzleien darauf, die Zahl der Konzessionen für Sportwettenanbieter nicht - wie ursprünglich geplant - auf sieben zu beschränken. Zudem soll für Wetten nur ein geringer Steuersatz gelten, im Gespräch sind fünf bis zehn Prozent. Die niedersächsische Staatskanzlei
bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. „Auf dieses Votum hat man sich vorerst verständigt“, sagte ein Sprecher in Hannover. Aber: „Das sind bislang nur Überlegungen.“ Die endgültige Entscheidung solle Ende Oktober fallen.

Derzeit zahlen staatliche Lotterien, die staatliche Sportwette Oddset und private Anbieter von Pferdewetten dem Bericht zufolge eine Abgabe von fast 17 Prozent. Da auf solche Wetten keine Umsatzsteuer anfällt, würden sie somit künftig niedriger besteuert als zum Beispiel Babynahrung, auf die der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent Anwendung findet. Als Argument führen die Staatskanzleichefs ähnliche Regelungen im Ausland an. Festhalten wollen die Länder an einem generellen Verbot von Online-Casino-Spielen. Für den Kompromiss stimmten 15 Länder - Schleswig-Holstein, das eine weiterreichende Liberalisierung favorisiert, enthielt sich laut „Spiegel“ der Stimme.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Glücksspiel-Steuer: Länder wollen Sport-Zocker verschonen"

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  • Hallo,
    das macht natürlich Sinn, dass "Sportzocker" anders behandelt werden aös "andere Zocker".
    Dieser Logik folgt dann der Bankraub mit oder ohne Lederschuhe, usw.

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