Griechenland
Bundesregierung dementiert neues Hilfspaket

Die Bundesregierung dementiert, die neue griechische Regierung von Alexis Tsipras mit einem neuen Hilfsprogramm aus dem Euro-Rettungsschirm unterstützen zu wollen. Das angebliche Volumen: bis zu 20 Milliarden Euro.
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BerlinDie Bundesregierung hat einen „Spiegel“-Bericht dementiert, wonach Berlin bereit sei, Griechenland auch unter der neuen Regierung von Alexis Tsipras ein weiteres Hilfsprogramm aus dem Euro-Rettungsschirm zu gewähren. Das neue Rettungspaket benötige ein Volumen von bis zu 20 Milliarden Euro, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Regierungskreise. Die Bundesregierung wies den Bericht klar zurück. „Es gibt keine Planung für ein neues Programm“, entgegnete der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Jäger, am Freitag in Berlin.

Zunächst müsse das laufende Programm abgeschlossen werden. Auch Spekulationen über Summen machten keinen Sinn, sagte der Sprecher.

Vor einigen Wochen gingen Experten laut „Spiegel“ noch von einem Finanzbedarf Athens von rund 10 Milliarden Euro aus. Inzwischen seien die Steuereinnahmen rückläufig, Privatisierungen blieben aus. Voraussetzung für die neue Geldspritze sei jedoch, dass Tsipras Reformauflagen und eine Aufsicht durch die Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds akzeptiere, hieß es.

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, lehnt einen von Griechenland geforderten weiteren Schuldenerlass ab, plädiert aber für neue Krediterleichterungen. „Für einen Schuldenschnitt gibt es derzeit keine Mehrheit“, sagte Schulz dem „Spiegel“.

Er plädiert aber für eine Streckung der Tilgungsfristen für die europäischen Hilfskredite. „Derzeit soll die letzte Tilgung 2057 erfolgen. Das um zehn Jahre hinauszuschieben, macht in Wahrheit auch keinen großen Unterschied mehr. Hauptsache, Griechenland kommt in die Lage, überhaupt zurückzahlen zu können.“ Zugleich warnte Schulz vor einem Euro-Austritt Griechenlands. Am Donnerstag hatte er in Athen den neuen linken Regierungschef Tsipras getroffen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Bundesregierung dementiert neues Hilfspaket "

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  • Ich denke deutsche Steuerzahler werden weiterhin für Griechenland (und andere ClubMed Staaten) zahlen müssen, da unsere Politiker zu weich sind.

  • "Er plädiert aber für eine Streckung der Tilgungsfristen für die europäischen Hilfskredite. „Derzeit soll die letzte Tilgung 2057 erfolgen. Das um zehn Jahre hinauszuschieben, macht in Wahrheit auch keinen großen Unterschied mehr."

    Herr Schulz, warum so knickerig? Ist doch sicher ein Druckfehler, daß nur bis 2057 gestreckt werden soll. Soll doch sicher bis 2357 heißen, oder?

    Übrigens, das Bild von AFP gefällt mir. Es zeigt, daß nicht nur wir Steuerzahler leiden müssen und daß massenweise Fehler seelische Belastungen im Gesicht offenbaren. Es gibt doch noch eine Gerechtigkeit.

  • Voraussetzung für die neue Geldspritze sei...

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