Großprojekte der Bundeswehr
Mit deutscher Gründlichkeit

PremiumUrsula von der Leyen hat die Auftragsvergabe bei der Bundeswehr umgekrempelt. In Zukunft soll pünktlich geliefert werden. Doch auf neue Kampfschiffe und das Luftabwehrsystem Meads muss die Truppe wohl noch lange warten.

Berlin, FrankfurtUrsula von der Leyen (CDU) will es als Verteidigungsministerin besser machen als ihre Vorgänger. Flugzeuge, Panzer, Kampfschiffe, die erheblich teurer und verspätet geliefert wurden, zudem oft nicht konnten, was sie sollten: Diese Missstände sollen der Vergangenheit angehören.

Die Ministerin und ihre Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder haben die Auftragsvergabe umgekrempelt. Suder, früher McKinsey-Beraterin, lässt Großaufträge europaweit ausschreiben und Verträge juristisch wasserdicht und detailliert formulieren. In der Planungsphase sind wir gründlich, beim Abarbeiten geht es dann schneller, weil alles klar festgelegt ist, so das Motto im Verteidigungsministerium.

Doch könnte die neue Gründlichkeit für die Bundeswehr Nachteile bringen. Denn die Zeitpläne des...

 
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