Grüner Machtkampf auf dem Parteitag
Netzgeneration versus Anti-AKW-Bewegung

Ska Keller fordert das grüne Establishment heraus: Die 32-Jährige kämpft um Platz eins der deutschen Grünen für die Europawahl. Im Interview spricht sie über Freihandelsabkommen, die Troika und jammernde Europapolitiker.
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DüsseldorfSka Keller ist für Europas Grüne, was Martin Schulz für die Sozialdemokraten ist und Jean-Claude Juncker wohl für die konservative Europäische Volkspartei wird: Spitzenkandidatin und Gesicht für die Europawahl am 25. Mai. Anders als beispielsweise Schulz, ist Keller aber noch nicht die Nummer eins ihrer deutschen Parteifreunde. An diesem Wochenende stellen die deutschen Grünen in Dresden ihre Wahlliste auf.

Um Platz eins bewerben sich Ska Keller (32) und Rebecca Harms (57). Die eine kommt aus Brandenburg, steht für die grüne Jugend, ist seit fünf Jahren im EU-Parlament und engagiert sich in Flüchtlings- und Handelsfragen. Harms ist eine etablierte Europapolitikerin, seit 2004 im Europaparlament und dort Fraktionschefin. Außerdem zählt sie zu den führenden Figuren des Widerstandes gegen das Atommülllager in Gorleben. Sollte sie unterliegen, würde nach Jürgen Trittin, Renate Künast, Claudia Roth und Steffi Lemke eine weitere langjährige grüne Spitzenpolitikerin ihr Amt verlieren und Vertretern einer jüngeren Generation Platz machen müssen.

Im Interview spricht Herausforderin Ska Keller über ihre Chancen, Europa in der Krise, das Grundproblem der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA und ihre Wahl zu Europas Spitzen-Grüner.

Frau Keller, Sie sind die neue Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen – werden Sie schon von Fremden auf der Straße erkannt?

Ska Keller: Soweit ist es noch nicht, obwohl die Aufmerksamkeit seit meiner Wahl groß ist. Allerdings kann ja selbst Kommissionspräsident Barroso noch unerkannt in den Supermarkt gehen.

Ist das nicht symptomatisch für den Stellenwert von Europas Politikern?

Es ist jedenfalls Ausdruck des Problems, dass wir weniger in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Was auch daran liegt, dass beispielsweise die Kanzlerin und andere Bundespolitiker von den Medien häufig zuerst zu europäischen Themen gefragt werden. Es nützt aber nichts, sich als Europapolitiker in die Jammerecke zu verziehen.

Was ist die Alternative?

Aktiv sein. Häufig klagen Kollegen: Die Medien, die schreiben überhaupt nichts über uns. Ich denke aber, wir sind selbst in der Pflicht, uns und unsere Themen bekannt zu machen. Beispielsweise bieten ja auch Soziale Medien die Chance, viele Menschen zu erreichen und darzulegen, was wir machen.

Kommentare zu " Grüner Machtkampf auf dem Parteitag: Netzgeneration versus Anti-AKW-Bewegung"

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  • Die war doch letztens in so einer polit. Quasselsendung. Mir hat die nicht gefallen.
    Im ürigen sind die Grüne für mich die gefährlichste Partei die es je in Deutschland gab sei 1945

  • diese "Bündnis90 / Die GRÜNEN", sind die gefährlichste Gruppierung die es jemals gegeben hat!

    - mit dem MassenMedien-Hollywoods Protegé seit Anbeginn (und der public Relation als „Umweltpartei“)
    deren Politischer-Arm in der Deutschen Politik-Landschaft darstellen sollte!
    Der Industriegesellschaft BRD die Energie/den Strom zu behindern, gepusht als AKW Gegener um der Bundesdeutschen Industrie-/ die Wirtschaft-/ die Forschung/Wissenschaft die Technologische Entwicklung, als US-Konkurrent zu behindern.

    diese Energiewende gibt es nur in Deutschland, wie diese AKWs Gegner gib es *nur* in der BRD!
    mit „Energie-Blockade“ zur Wirtschaftsblockade!
    Dazu hier: (*1)


    *Das hier, sind die Physikalischen Tatsachen!*

    - CO2 / %-Anteil der Atmosphäre__0,038%
    - Menschen gemacht ca. 1%________0,00038%
    - davon aus DE ca. 2%____________0,0000076%


    Dafür Zwingen diese - „Regierung/Parteien/Politiker“ - 1.000de Mrd. der Bundesdeutschen Gesellschaft, Land & Leute auf!

    Zitate:
    --http://www.dewion24.de/?page_id=3673

    (*1)
    Joseph (Joschka) Fischer, ehem. “Die Grünen”:
    „Deutschland ist ein Problem,
    weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas sind.
    Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen.
    Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal, wofür. Es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.

    Parallel dazu läuft die zweite Stufe der Bundesdeutschen Auslöschung,
    im Zusammenschluss mit diesen "Die LINKE" (39 Jahre anerzogenes tiefverachtendes Feindbild der Klassenfeind ist einzig der Westdeutsche!!)
    zur völlig Gemeinschafts-Zerstörung durch G E N D E R
    der Gemeinschaft das Miteinander-Füreinander-Gemeinsam zu nehmen,
    (in der Ostzone nicht existent - ist die Blaupause für EUR-ZONE!)
    Kleinstgruppen, Randgruppen, Überfremdung über die Masse stellen

    GENOZIDE sind die Völkermörder

  • Die Beste Partei für die EU ist die PDV, die wollen alles verschlanken und die EU abschaffen. Die sind auch für die BRD optimal, dann werden endlich Steuern gesenkt und Reformen umgesetzt. Die Beamten werden endlich zur Arbeit in der Freien Wirtschaft gezwungen. PDV....Partei der Vernunft (siehe Wikipedia).

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