Grund für Verschiebung sind ungelöste Rechtsfragen
Festpreise für Arzneien kommen später als geplant

Die von der Arzneimittelindustrie bekämpften Festpreise für patentgeschützte Medikamente werden später als bislang geplant eingeführt. Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen verschob gestern die Entscheidung darüber, welche patentgeschützten Medikamente in Zukunft von den Krankenkassen nur noch bis zu einem Höchstbetrag erstattet werden sollen.

pt BERLIN. Das Sozialministerium zeigte Verständnis für die Verzögerung, mahnte aber die Einhaltung des Zeitplans an.

Die gesetzlichen Krankenkassen wollen allein in diesem Jahr 2,5 Mrd. Euro durch neue Festbeträge einsparen. Das Sparvolumen durch die Erstattungshöchstpreise ist seit ihrer Einführung in den 80er-Jahren stetig von zunächst 200 Mill. Euro auf zuletzt 2,1 Mrd. Euro pro Jahr gewachsen. Dem standen entsprechende Umsatzverluste der Arzneimittelhersteller gegenüber, da sie bislang ihre Preise fast ausnahmslos auf Festbetragsniveau gesenkt haben.

Grund für die Verschiebung sind nach Angaben des Ausschussvorsitzenden Rainer Hess bislang ungeklärte Rechtsfragen. So dürfen laut Gesundheitsreform patentierte Medikamente einem Festbetrag nicht unterworfen werden,...

 
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