Gutachten spricht von „Stückwerk“
Rote Karte für die EEG-Reform

PremiumDie Kanzlerin treibt die geplante EEG-Reform voran. Doch ausgerechnet ein Regierungsberater übt vernichtende Kritik an der geplanten Neuausrichtung der Ökostromförderung. Für Merkel ist der Zeitpunkt äußerst unpassend.

BerlinAm Dienstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit den Regierungschefs der Bundesländer abschließend besprechen, damit die Reform noch planmäßig vor der Sommerpause alle gesetzgeberischen Hürden nehmen kann. Grundsätzliche Kritik an dem Projekt passt der Bundesregierung daher gar nicht ins Konzept.

Doch ausgerechnet ein Regierungsberater meldet sich nun zu Wort: Die Reform sei Stückwerk und reiche „keinesfalls aus, um die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit des Industrielandes Deutschland zu gewährleisten“, schreibt Georg Erdmann, Professor für Energiesysteme an der TU Berlin, in einem Gutachten, das dem Handelsblatt vorliegt. Erdmann gehört dem vierköpfigen Team an, das den Fortgang der...

 
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