Hamburg
Ex-Terrorverdächtiger sagt Pressekonferenz mit Eintritt ab

Der vom Terror-Vorwurf endgültig freigesprochene Student Abdelghani Mzoudi hat seinen Plan aufgegeben, eine kostenpflichtige Pressekonferenz abzuhalten und damit seinen Heimflug nach Marokko zu finanzieren.

HB HAMBURG. Mzoudis Anwältin sagte die Pressekonferenz am Montagabend ab, nachdem sie erst Stunden zuvor Einladungen verschickt hatte. Auf den Einladungen stand: "Der Eintritt kostet 50 Euro". Als sich jedoch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und andere Nachrichtenagenturen weigerten, unter diesen Bedingungen zu berichten, entschied sich Mzoudi, weiter zu schweigern. Er hatte vor Gericht 22 Monate lang keine Aussage gemacht.

Die Bundesanwaltschaft hatte Mzoudi der Beihilfe zur Tötung der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA beschuldigt. Ihm wurde vorgeworfen, er habe den Kreis um den Todespiloten Mohammed Atta unterstützt. Das Hamburger Oberlandesgericht sprach ihn aber aus Mangel an Beweisen frei, der Bundesgerichtshof bestätigte dieses Urteil in der vergangenen Woche.

Nach seinem Freispruch hatte der 32 Jahre alte Islamist angekündigt, freiwillig auszureisen. Seine Aufenthaltsgenehmigung läuft am 23. Juni aus. Sollte er das Geld für den Heimflug nicht anderweitig auftreiben, würde er auf Staatskosten abgeschoben.

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