Hannover Messe
Köhler will ökologischen Umbau der Wirtschaft

Bundespräsident Horst Köhler hat zur Eröffnung der Hannover Messe einen ökologischen Umbau der Weltwirtschaft gefordert.

HB HANNOVER. Dadurch könnten Rohstoffe und Energie gespart und erneuerbare Energien vorangebracht werden, sagte Köhler am Sonntagabend. „Das alles werden wir am besten erreichen, wenn wir auch in der Weltwirtschaft konsequent marktwirtschaftliche Grundsätze verwirklichen und auf Verteilungsgerechtigkeit achten.“ Der Welthandel werde in diesem Jahr voraussichtlich so stark schrumpfen wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Dies treffe vor allem Exportländer wie Deutschland hart.

Köhler warnte indirekt vor Massenentlassungen. Er forderte die Unternehmen auf, in der Krise die Chancen betrieblicher Bündnisse und Kurzarbeit zu nutzen, am besten verbunden mit Weiterbildung. „Wir wissen noch nicht, wann der Aufschwung kommt, aber er wird kommen, und dann werden die Unternehmen gut dastehen, die rasch wieder aufbauen können. Daür sind sie auf Menschen angewiesen.“

Vor allem der deutsche Maschinenbau, die Hauptbranche auf der Hannover Messe, ist nach Jahren des Booms voll von der Krise erwischt worden und verzeichnet einen historischen Auftragseinbruch. Es gebe aber keinen Grund, mutlos zu sein, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Manfred Wittenstein. Die Branche habe nach wie vor die allerbesten Voraussetzungen, auf ihren langfristigen Wachstumspfad zurückzukehren.

Bei der Hannover Messe, der weltweit größten Industrieschau, stellen von Montag bis Freitag rund 6 150 Unternehmen ihre Produkte und Neuheiten vor. Die Ausstellerzahl blieb damit trotz Krise nahezu stabil. Top-Themen des Branchentreffs sind Energieeffizienz, industrielle Automation, Antriebstechnik und Windenergie. Partnerland der Messe ist in diesem Jahr Südkorea. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Montag in Hannover erwartet.

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