Hans-Werner Sinn zur Flüchtlingskrise
„Der Staat hat Geld wie Heu“

PremiumWie steht es ökonomisch um unser Land, das mehr als eine Million Flüchtlinge aufgenommen hat? Die Zugewanderten befeuern das Wachstum, oder? Nicht nachhaltig, meint Topökonom Hans-Werner Sinn. Das dicke Ende komme noch.

MünchenEs ist der Abend vor dem Brexit-Tag. Vor jenem Tag, der Volkes Stimmung in Volkes Stimme verwandeln und den Abschied Großbritanniens aus der EU befördert. „Leave“, das ist auch ein Votum gegen mehr Einwanderer, gegen mehr Flüchtlinge.

An diesem Abend in einem Hörsaal der Münchener Fachhochschule ist diese Flüchtlingskrise das Thema von Professor Hans-Werner Sinn in seiner „Lecture“-Reihe des Handelsblatts. Man hätte den britischen Premier David Cameron in der EU ernster nehmen müssen, sagt Deutschlands bekanntester Ökonom vor 150 Zuhörern im Gespräch mit Senior Editor Hans-Jürgen Jakobs. Sein einziger Verhandlungserfolg sei gewesen, „dass Kinder von Migranten, die zuhause geblieben...

 
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