Hessen
Der nette Roland, der böse Herr Koch

Hessen steht vor Neuwahlen, der Landtag beschließt an diesem Mittwoch seine Selbstauflösung. Das ist die große Chance für Roland Koch, die SPD quasi zu überrennen. Kaum jemand zweifelt daran, dass er die Wahl gewinnen wird. Doch Koch wäre nicht Koch, wenn da nicht doch noch etwas wäre, womit er für Aufsehen sorgen könnte.

BERLIN/FRANKFURT. Keine Spur von Häme, als er über seinen Gegenkandidaten von der SPD spricht. Keine groben Worte gegen Ausländer und Kriminelle. Roland Koch habe sich zurückgehalten, fast demütig sei er rübergekommen, erzählen Teilnehmer, als er vor eineinhalb Wochen dem CDU-Präsidium erklärt, wie er sich seinen nächsten Wahlkampf in Hessen vorstellt. Ganz anders als vor einem Jahr, als die Wähler ihn für seinen unsäglichen Wahlkampf bestraften. Er habe seine Lektion gelernt und dies der Parteispitze vermittelt.

Das ist die eine Version seines Auftritts. Einige Teilnehmer haben bei derselben Veranstaltung aber einen anderen Roland Koch erlebt: einen, der sich äußerst selbstbewusst gab und gar nicht so, als hätte er Lehren aus dem Wahldesaster gezogen.

Beim Thema Schule gehe man nach der Devise "Ball flach halten" vor, soll Koch gesagt haben. Da sei nichts zu gewinnen.

Koch scheint doch ausgeblendet zu haben, warum er die Wahl Anfang dieses Jahres fast verlor. Es war nicht nur deshalb, weil sein Feldzug gegen ausländische jugendliche Straftäter nicht verfing, sondern auch, weil seiner Regierung handwerkliche Fehler bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums teuer zu stehen kamen. "Ich dachte mir mindestens neun Mal, der hat überhaupt nichts begriffen", sagt einer, der Koch vor eineinhalb Wochen reden hörte.

Welche dieser Versionen eher zutrifft, das lässt sich nicht klären. Plausibel klingen sie beide.

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