Hilfe zum Lebensunterhalt
Mehr Deutsche auf Sozialhilfe angewiesen

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die staatliche Hilfe für ihren Grundbedarf vor allem an Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Heizung erhalten, ist 2007 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, bezogen 312 000 Personen diese Unterstützung, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

HB WIESBADEN. Laut der Behörde lag der Anteil an der Gesamtbevölkerung unverändert bei 0,4 Prozent.

Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen bezogen 88 000 Menschen, das war ein Anstieg von 8,1 Prozent. Diese Unterstützung kommt seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Reformen Anfang 2005 nicht erwerbsfähigen Bedürftigen zugute, wie zum Beispiel vorübergehend Erwerbsunfähigen, längerfristig Erkrankten oder Vorruhestandsrentnern mit niedriger Rente. Rund 18 Prozent der 88 000 Empfänger waren Kinder und Jugendliche.

Die meisten Empfänger (224 000) der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt lebten den Angaben zufolge in Einrichtungen wie Wohn- oder Pflegeheimen. Ihre Zahl liegt laut Statistischem Bundesamt aufgrund gesetzlicher Änderungen inzwischen mehr als 14 Mal so hoch wie noch 2004.

Insgesamt wandten die Kommunen und die überörtlichen Sozialhilfeträger für die Hilfe zum Lebensunterhalt im Jahr 2007 netto, also nach Abzug von Erstattungen anderer Sozialleistungsträger, 765 Mio. Euro auf. Dies entspricht laut Bundesamt einer Steigerung von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Neben der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt gibt es weitere Formen der Sozialhilfe, etwa die Grundsicherung, die 2007 an 733 000 Menschen gezahlt wurde, sowie Eingliederungshilfen für Behinderte oder Hilfen zur Pflege und zur Gesundheit.

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