Honeckers Tagebuch
„Dass geschossen wurde, war nichts Besonderes“

Das Gefängnis-Tagebuch von Erich Honecker wird nun veröffentlicht. Das Werk gibt Einblick in die Gedankenwelt eines Politikers, der die DDR bis zuletzt als beispielhaft verteidigte - und den Schießbefehl für gut befand.

BerlinIm Mercedes wird Erich Honecker ins Berliner Untersuchungsgefängnis Moabit gebracht. Es sei ein großer Empfang mit Rufen von „unseren Berlinern“ gewesen, schreibt der frühere SED-Parteichef und Staatsratsvorsitzende Erich Honecker am 29. Juli 1992. Es ist der Tag, an dem er zum Untersuchungshäftling wurde. 20 Jahre später kommen seine letzten Aufzeichnungen als Buch heraus.

Nach der Wiedervereinigung sollte sich Honecker mit fünf weiteren Spitzenfunktionären wegen der Todesschüsse auf DDR-Flüchtlinge vor Gericht verantworten. Zuvor mussten die Honeckers ihre letzte Fluchtstation Moskau verlassen, er wurde nach Berlin gebracht, sie flog nach Chile. Im November 1992 begann der als historisch eingestufte Prozess, doch...

 
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