Honorarstreit
Schmidt erwartet schnelle Einigung bei Ärzte-Honoraren

Im um die künftigen Ärzte-Honorare rechnet Gesundheitsministerin Ulla Schmidt noch in dieser Woche mit einer Einigung der Ärztevertreter und der Krankenkassen. Im Gespräch ist eine Erhöhung der Honorarvolumens um 2,5 Mrd. Euro.

HB BERLIN. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat sich vor der entscheidenden Runde im Streit über die künftigen Arzt-Honorare zuversichtlich geäußert. Sie rechne noch in dieser Woche mit einer Einigung der Ärztevertreter und der Krankenkassen, sagte Schmidt am Mittwoch im ZDF. "Ich gehe davon aus, dass die Ärzte an einer Lösung interessiert sind und auch die Krankenkassen", sagte die Ministerin. Ende der Woche werde es von beiden Seiten einen Honorarvorschlag geben.

Die SPD-Politikerin verteidigte ihren Vorschlag von einer Erhöhung des Honorarvolumens um 2,5 Mrd. Euro. Nicht die Ärzte, sondern die Kassen müssten die Lasten der Alterung der Gesellschaft schultern, sagte sie. Die Arbeitgeber hatten dies als zu teuer kritisiert.

Die Ärzte kündigten eine harte Haltung für die Verhandlungen an. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, sagte der "Süddeutschen Zeitung", jeder niedergelassene Arzt müsse einen spürbaren Ausgleich für die seit mehr als zehn Jahren anhaltende Unterfinanzierung erhalten.

Die KBV dringt auf eine Erhöhung des Honorarvolumens um 4,5 Mrd. Euro. Mindestens müsse aber das Plus von 2,5 Mrd. Euro herauskommen. Die Verhandlungsrunde vor drei Wochen hatten die Ärzte aus Protest gegen das geringere Angebot des Schlichters verlassen und damit für einen Eklat gesorgt.

Die künftige Höhe der Arzt-Vergütung ist entscheidend für den Beitragssatz des Gesundheitsfonds, den die Regierung im Oktober festsetzen muss. Schon die Mindestforderung der Ärzte von 2,5 Mrd. Euro würde die Beitragszahler 0,25 Prozentpunkte mehr kosten. Da auch den Kliniken mehr Geld versprochen worden ist, rechnen Experten mittlerweile mit einem Satz von bis zu 15,8 Prozent.

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