Horst Seehofer
„Die Union muss an ihrer Form arbeiten“

Martin Schulz wird einstimmig zum neuen Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten der SPD ernannt. Das wirkt sich auf die Konkurrenz aus. CSU-Chef Horst Seehofer fordert dementsprechend einen Wandel in seiner Partei.
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BerlinCSU-Chef Horst Seehofer hat die Union aufgefordert, sich angesichts der neuen Geschlossenheit der SPD zu formieren. Die 100 Prozent Zustimmung für SPD-Chef Martin Schulz auf dem Parteitag sei ein „außergewöhnliches Ereignis“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). Es zeige, „dass die Sozialdemokratie nach vielen Jahren der Lähmung sehr motiviert und in Schwung ist“. Deshalb müsse nun auch die Union an ihrer Form arbeiten, „auch wir in der CSU“.

Am Mittwoch solle es ein Treffen der Spitzen von CDU und CSU in Berlin geben. Dabei will die Union klären, welche Projekte sie in dieser Legislaturperiode noch angehen möchte. Man werde sich jetzt intern vorbereiten und inhaltlich festlegen, „nach den Landtagswahlen werden wir dann durchstarten“, sagte der CSU-Chef. In der Union gibt es seit Wochen eine Debatte, ob CDU und CSU die SPD wegen des Höhenflugs der Sozialdemokraten in den Umfragen stärker angreifen sollten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Horst Seehofer: „Die Union muss an ihrer Form arbeiten“"

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  • Das Seehofer nicht erkennt , dass man mit Merkel keine Wahl mehr gewinnt, liegt
    tatsächlich an Schulz.

    Denn nun hat Merkel erkannt mit einer Wahlniederlage entgeht sie Schlimmeres
    und darum lässt sie sich Demütigen von Erdogan und Trump reizt viele Deutsche Bürger bis aufs Blut unterstützt massiv Muslime bis indirekt zu Terroristen , die alle
    das Volk für sie sind. Sicherheit gleich Null in diesen unseren Land . In 2 Jahren kommen weitere Millionen nach Deutschland und aus Italien nimmt Merkel fleissig
    Flüchtlinge als einziges Land auf.

    Sie muss Verlieren . Mensch,..Seehofer wie weltfremd kann man noch sein.

    Schade das Schulz nicht erkennt was man mit ihm macht. Alles das was man auch mit Menschen aus der Bevölkerung macht ,die ohne Abitur aber ehrlich durch die Welt ziehen. Sie werden "verarscht " von Morgens bis Abends.

    Das wird Schulz passieren , der ein von Merkel gegen die Wand (Gesellschaftlich Politisch) gefahrenes Land übernimmt und am Ende als Kanzler die schlimmsten Schläge einstecken muss , die er nicht verdient hat.

  • Seehofer befördert mit seiner Politik, insbesondere gegenüber der Kanzlerin, einen Politikwechsel zu Schulz und seiner SPD.
    1. Ermöglichte er doch einen SPD-Bundespräsidenten durch seine Weigerung, einen Grünen als Präsidenten mit zu tragen.
    2. Bietet er durch seinen "Schwester-Streit" mit Merkel, der auch nach dem sog. Friedens/Zukunftsgipfel nicht beigelegt ist (vgl. seine erneute Reise zu Putin, mit der er weiterhin die Kanzlerin brüskiert, beschädigt und demontiert), der SPD einen trefflichen Punktsieg über das "in die Jahre gekommene Ehepaar Angela und Horst".
    Wenn Seehofer glaubt, dass er über altbackene, überholte Parolen Angst vor Rot-Rot-Grün und Rot-Front-Geschwafel schüren und die negative Stimmung gegen die Union wieder einfangen kann, so werden ihm, dem Unglaubwürdigen, das nur wenige Ewiggestrige abnehmen. Noch dazu, wo er jetzt offensichtlich mit Putin vereinbart hat, über dessen Propagandasender Russia Today den CSU-Wahlkampf zu unterstützen.

    Im übrigen:
    Nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4

    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!

  • Und wie haben die Medien die SPD zunächst kritisiert, weil diese ihren Kanzlerkandidaten "erst" Ende Januar 2017 küren wollte, später, dass das wohl eine "Sturzgeburt" gewesen wäre! Dass bis dato die Union noch gar keinen Kanzlerkandidaten gekürt hatte, scheinen manche Politiker (z.B. die unsägliche Frau Klöckner) und die Medien ob ihres Furors bei ihrer Kritik an der SPD ganz übersehen zu haben! War ja auch aus Sicht der fast sprachlosen Union ein gemeines Drehbuch der SPD!
    Nebenbei bemerkt: Die Medien scheinen nicht nur über den peinlichen Kanzlerkandidatenfindungsprozess der Union gütig hinweg zu sehen, sondern auch über die Prozesse der CSU-Spitzenkandidatenfindung für die Bundestagswahl sowie der Nachfolgeregelung von Seehofer in der CSU - beides bis auf weiteres offen! Dagegen war das bei der SPD fast so friedlich und geräuschlos wie eine Papstwahl. Und noch dazu für 5 Führungspositionen auf einmal! Chapeau, SPD!
    Und jetzt hat die SPD auf ihrem Sonderparteitag auch noch Martin Schulz zu ihrem neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt mit einer Geschlossenheit, von der die heillos zerstrittenen Unionsparteien nur träumen können. Und die potentiellen Kanzlerinnen-Putschisten scharren weiter mit ihren Füßen.
    Übrigens: Gabriel ist zurückgetreten, um dem Land und der Partei zu dienen. Die letzten Rücktritte von CDU- bzw. CSU-Ministern (Guttenberg, Schavan, Friedrich, Haderthauer) erfolgten wegen Skandalen und/oder Verfehlungen. Wie dieser Prozess in der CSU aussieht, kann man derzeit am Bayern-Ei-Skandal ablesen!

    "... Die Kommentare anderer Leute:
    teils Verschwörer der übelsten Sorte,
    teils dumpfbackige, hirnlose Beute
    einer versponnenen, verbohrten Kohorte...."

    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören.

    Ich bin mal gespannt, ob die Medien jetzt, nach dem erfolgreichen Sonderparteitag der SPD, ihre offensichtlich falsche Kritik und ihr Versäumnis in ihrer Berichterstattung hinsichtlich der Union korrigieren.

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