Hunzinger: „Bei mir ist nichts. Das ist Kindertheater.“
Gegen Hunzinger wird ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat am Dienstag ein Ermittlungsverfahren gegen Moritz Hunzinger vor dem FlowTex-Untersuchungsausschuss des Landtags eingeleitet. Gegen den PR-Berater wird wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage ermittelt.

HB STUTTGART. Gegen den Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes Infas, Menno Smid, wird deshalb ebenfalls ermittelt. Die Wohn- und Geschäftsräume von Hunzinger und Smid in Frankfurt und Bonn seien durchsucht worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eckhard Maak.

Gesucht wurde nach Unterlagen, die Kontakte von Hunzinger oder Infas zur ehemaligen FlowWaste-Geschäftsführerin Bettina Morlok belegen. Hunzinger sagte dem SWR, er sehe den Ermittlungen entspannt entgegen: „Bei mir ist nichts. Das ist Kindertheater.“ Der PR-Berater hatte vor dem Untersuchungsausschuss im April ausgesagt, er habe wegen der Bezahlung einer Umfrage für Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) keinen Kontakt zu diesem und Morlok gehabt.

Döring hatte das Angebot von Hunzingers PR-Firma angenommen, kostenfrei eine Umfrage über seine Wirtschaftspolitik vorzunehmen. Später war allerdings doch Geld vom Wirtschaftsministerium gefordert worden. Der Minister war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass Morlok die Rechnung für die Umfrage in Höhe von rund 5100 Euro als Parteispende übernommen hatte. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen den Minister wegen des Verdachts der Vorteilsannahme, gegen Morlok wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung.

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