Ifo-Studie
Kinder kommen den Staat billig

Das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat die steuerlichen Effekte von Kindern für den Fiskus und Sozialkassen untersucht. Die Erkenntnis: Der Staat wende für Kinder weit weniger auf, als diese später über Steuern und Sozialabgaben an die Gesellschaft zurückgäben.

HB MÜNCHEN. Die „fiskalische Bilanz“ eines Kindes falle für die Allgemeinheit sehr positiv aus, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts. Die Erziehung eines Kindes in Deutschland sei „nach geltendem Recht per Saldo mit dem Transfer eines kleinen Vermögens an den Staatshaushalt“ verbunden.

Die Ifo-Forscher ermittelten am Beispiel eines im Jahr 2000 geborenen Kindes einen Überschuss erwarteter gezahlter Steuern und Beiträge über die öffentlichen Leistungen von rund 77 000 Euro. Dabei wird schon berücksichtigt, dass nicht alle Kinder im weiteren Lebensverlauf erwerbstätig werden und auch eine sozialversicherungspflichtige Arbeit finden.

Der Überschuss für den Staat beruhe in erster Linie aus den erwarteten Beiträgen eines Kindes zur Rentenversicherung und zur gesetzlichen Krankenversicherung, auch wenn Kinder aktiv Versicherter dort von Anfang an eigene Ansprüche auf Leistungen haben. Hinzu kommen die erwarteten Einkommen- und Verbrauchsteuerzahlungen. Dagegen belasten Steuer- und Beitragsausfälle durch eine Arbeitsunterbrechung der Mutter sowie familienpolitische Leistungen und das staatliche Bildungssystem die „fiskalische Bilanz“ des Kindes.

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