Immobilien
Berlin bekommt keine vier Milliarden Euro

Vier Milliarden Euro hätte der Verkauf der Immobilien Holding dem Land Berlin bringen können. Aber daraus wird nun nichts. Berlin hat den Verkauf gestoppt. Grund: Die Finanzkrise. Ein Mega-Deal ist nun geplatzt.

HB BERLIN. Das Land Berlin will seine milliardenschwere Immobilien-Holding BIH nun vorerst doch nicht verkaufen. Die derzeitige Lage auf dem Immobilien- und Finanzmarkt sei nicht geeignet, ein Immobilienvermögen im Wert von etwa 4,1 Mrd. Euro zu veräußern, begründete der Senat für Finanzen am Freitag seine Entscheidung. Deshalb sei nach langwierigen Verhandlungen mit Investoren entschieden worden, den Verkauf auszusetzen. Das Geschäft wäre einer der größten Immobiliendeals seit langem gewesen. In der Berliner Immobilien Holding (BIH) sind ehemalige Immobilienfonds der zerschlagenen Bankgesellschaft Berlin gebündelt. Die Immobilien umfassen 4,7 Mio. Quadratmeter in ganz Deutschland.

Ein Sprecher der Finanzverwaltung sagte Reuters, nach einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage könnte der Verkaufsprozess wieder aufgenommen werden. Vor einem Monat hatte die Behörde erklärt, in den nächsten Wochen würden verbindliche Angebote erwartet. Eine Handvoll Bieter, die der Senat aus acht vorläufigen Angeboten ausgewählt habe, prüften die BIH-Bücher. Einem Medienbericht zufolge waren zwei bis drei potenzielle Bieter im Rennen, darunter der Finanzinvestor Terra Firma, dem bereits der Immobilienkonzern Deutsche Annington gehört. Allerdings hatte die Finanzverwaltung bereits damals gesagt, der Verkauf könne auch noch abgesagt werden, falls die Angebote zu niedrig sind. Ziel des Senats war ein Brutto-Verkaufspreis von mehr als vier Mrd. Euro. Davon wäre beim Land aber nur ein Bruchteil geblieben, weil es wohl für einen Teil der milliardenschweren Risiken der BIH einstehen muss, etwa für Mietgarantien. Berlins Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin hatte einen Nettoerlös von mindestens 100 Mio. Euro genannt.

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