Immobilienskandal der KBV
Gröhe schickt Ärzten „Staatskommissar light“ ins Haus

PremiumIm Mai hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Kassenärzten die Pistole auf die Brust gesetzt. Jetzt macht er ernst: Eine Anwaltskanzlei soll den Immobilienskandal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aufarbeiten.

BerlinSollte ihre Bundesvereinigung (KBV) nicht entschieden unsaubere Vermögens- und Immobiliengeschäfte aufklären und gegen persönliche Vorteilsnahme von Vorständen vorgehen, werde er einen Staatskommissar als Aufpasser schicken, hatte Hermann Gröhe gedroht. Daraufhin fasste die Vertreterversammlung des Dachverbands der 160.000 Kassenärzte am 23. Mai eine Reihe von Beschlüssen, um die selbst verschuldete Krise aufzuarbeiten.

Ganz erfolgreich war sie damit aber nicht. Denn nun soll doch eine Art Staatskommissar die Abwicklung des Skandals steuern, allerdings mit Einverständnis der beiden Vorstände der KBV. Dies ergibt sich aus einem Schreiben von Gesundheitsstaatssekretär Lutz Stroppe an den KBV-Vorstand, das dem Handelsblatt vorliegt. Den Job übernehmen soll...

 
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