Industriepräsident Grillo
Migranten sind unverzichtbar

Deutschland ohne Einwanderer? Für Industriepräsident Grillo undenkbar. Migranten seien ein unverzichtbarer Teil der deutschen Wirtschaft. Claudia Roth sieht das ähnlich. Der Vorsitzende des Islamrats bleibt besorgt.
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LüneburgNach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag von Paris stellt sich die deutsche Wirtschaft vor Muslime und Migranten in Deutschland. Auch mit Blick auf die Anti-Islamisierungs-Bewegung Pegida und die rechtskonservative Partei AfD sagte Industriepräsident Ulrich Grillo der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „Terror darf nicht instrumentalisiert werden, um jetzt eine ganze Religion zu verunglimpfen.“ Zuwanderer seien willkommen und würden gebraucht.

„Deutschland ist längst ein Einwanderungsland und muss es auch bleiben“, unterstrich der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der die Interessen von mehr als 100 000 Unternehmen vertritt. Migranten seien als Mitbürger, Nachbarn und Freunde „ein unverzichtbarer Teil unseres wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens“.

Grillo verurteilte den Angriff auf das religionskritische Satiremagazin „Charlie Hebdo“, bei dem am Mittwoch in Paris zwölf Menschen ermordet worden waren. „Wir sind tief betroffen und gedenken der Opfer und Angehörigen. Das war ein grausamer Anschlag auf unsere Werte und unsere Gesellschaft.“

Roth fordert „klare Kante gegen jede Stimmungsmache“

Auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) hat sich strikt gegen alle Versuche einer politischen Instrumentalisierung des Terroranschlags von Paris gewandt. Das schreckliche Verbrechen dürfe nicht als Vorwand für den Ruf nach Vorratsdatenspeicherung, mehr staatlicher Repression oder nach einem Abbau demokratischer Freiheiten genommen werden, sagte Roth der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) warf Roth vor, von der Situation profitieren zu wollen. „Das finde ich unverantwortlich.“

Die Realitäten in Deutschland müssten deutlich anerkannt werden. „Deutschland ist schon sehr lange ein Einwanderungsland“, betonte die ehemalige Grünen-Chefin. „Wir brauchen klare Kante gegen jede Stimmungsmache und ein Schüren von Ressentiments.“ Politik und Gesellschaft müssten sich Gruppierungen entgegenstellen, die die Gesellschaft spalten wollten und nichts mit Integration und Inklusion zu tun hätten.

Der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, hat unterdessen nachdrücklich für einen Dialog mit den Mitläufern der Pegida-Demonstrationen geworben. „Klar ist, dass immer dann widersprochen werden muss, wenn Grundrechte in Frage gestellt werden und gehetzt wird.“ Aber: „Nötig ist, das Gespräch zu suchen, so schwierig dies auch scheint“, sagte er der „Landeszeitung Lüneburg“ (Freitag). Zuvor hatte es am Dienstag eine erste von der Landeszentrale organisierte Gesprächsrunde mit Demonstranten gegeben.

Kommentare zu " Industriepräsident Grillo: Migranten sind unverzichtbar"

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  • Wir brauchen mehr Migranten, Ehrenmörder, Islamisten und Menschenverachter in Deutschland? Alle Fachkräfte nach Deutschland? Wofür ist dann Entwicklungshilfe? Wer soll die Bürger in den Staaten pflegen, wenn alles sich nur um Deutsche kümmern sollen? Brauchen wir wirklich mehr 1 Euro-Jobs, damit wir uns dann die private Vorsorge leisten können?

  • Was soll übriges dieer 1. Satz im Bericht?

    Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag von Paris

    mutmaßlich=????????????????

  • Alois Schober,
    da muß Heienr Geißler aber aufpassen, dass er nicht von Merkel und drn Grünen platt gemacht wid.
    Aber es ist genau as, was viele Deutsche denken

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