"Inlandsnachfrage springt an"
Konjunktur-Optimismus der Regierung wächst

Die Bundesregierung wird einem Bericht zufolge ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr anheben. Im kommenden Jahr werde zwar der Export an Schwung verlieren, dafür ziehe die Inlandsnachfrage an.

HB BERLIN. Die Bundesregierung zeigt sich beim erwarteten Wirtschaftswachstum in diesem Jahr optimistischer als bisher. Wie die «Welt am Sonntag» (WamS) am Samstag vorab berichtete, will die Regierung ihre Konjunkturprognose für 2004 nach oben korrigieren. Experten aus Wirtschafts- und Finanzministerium sowie dem Kanzler erwarten demnach ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund zwei Prozent.

Auch 2005 werde das Wachstum auf diesem Niveau liegen, so die Zeitung. Die Konjunktur werde derzeit allein durch den Export angetrieben, heißt es dem Bericht zufolge in den Ministerien. Die Ausfuhren würden in diesem Jahr um rund zwölf Prozent zulegen. 2005 wird indes eine leichte Abschwächung des Exportwachstums erwartet. Dafür glauben die Experten laut «WamS», dass die Inlandsnachfrage anspringen werde.

Im Frühjahr hatten die Experten dem «WamS»-Bericht zufolge noch ein Plus von 1,5 Prozent für dieses Jahr vorhergesagt. Die offizielle Konjunkturprognose der Regierung lag damals bei «1,5 bis 2,0 Prozent Wachstum», allerdings eher am unteren Ende der Spanne.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte aber bereits am Mittwoch gesagt, dass die Wachstumsrate in diesem und im kommenden Jahr «wahrscheinlich näher» bei 2,0 als bei 1,5 Prozent liegen werde. Dies bestätigte eine Sprecherin am Samstagnachmittag in Reaktion auf den Bericht der «WamS». Mehr wollte sie zur neuen Konjunkturschätzung nicht sagen, die die Bundesregierung am 25. Oktober veröffentlicht.

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