Interview mit Bundesfinanzminister Steinbrück
„Niemand braucht einen schwachen Euro“

Peer Steinbrück (SPD) rechnet mit einem weiteren Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Im Interview mit dem Handelsblatt nennt der Bundesfinanzminister dafür drei Gründe und erklärt, warum er trotz schwächerer Konjunktur an Schuldenabbau festhalten will. Das Gespräch führten Sven Afhüppe und Donata Riedel

Handelsblatt: Herr Minister, was verstehen Sie unter erfolgreicher Konsolidierung?

Peer Steinbrück: Eine systematische Rückführung der jährlichen Neuverschuldung auf null, ohne die Förderung von Zukunftsfeldern deshalb einzufrieren, um dann kontinuierlich die Altschulden tilgen zu können. Erst wenn wir diesen Punkt erreicht haben, kann man wirklich von erfolgreicher Haushaltssanierung sprechen.

Wie wichtig ist es, dass der Finanzminister die Ausgaben im Griff hat?

Entgegen vielen Vorurteilen haben wir die Ausgaben unter Kontrolle. In den vergangenen vier, fünf Jahren sind die Ausgaben beim Bund ausgesprochen moderat um rund ein Prozent durchschnittlich gewachsen.

Im nächsten Jahr sollen die Ausgaben um vier Prozent steigen ...

Das...

 
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