Jesiden gegen Tschetschenen
Erneute Ausschreitungen in Celle

Zum wiederholten Male musste die Polizei einen Konflikt zwischen Jesiden und muslimischen Tschetschenen in Celle schlichten. Anders als zuvor konnte eine Massenschlägerei verhindert werden. Der Konflikt schwillt weiter.
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CelleIn Celle ist es in der Nacht zum Mittwoch erneut zu Ausschreitungen zwischen rund 400 Jesiden und muslimischen Tschetschenen gekommen. Mit mehreren Hundert Beamten gelang es der Polizei, eine Massenschlägerei wie am Vorabend zu verhindern. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, versuchten beide Seiten dennoch, mit Knüppeln, Flaschen und Steinen aufeinander loszugehen und die Polizeiketten zu durchbrechen. Dabei wurden vier Beamte und fünf Teilnehmer verletzt.

Zu dem Gewaltausbruch kam es trotz mehrerer Schlichtungsversuche von Vertretern beider Lager gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und der Polizei. Wegen des Vorrückens der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien seien die Jesiden hochemotionell, urteilte die Polizei. Der konkrete Auslöser der Eskalation in Celle, einer Hochburg der jesidischen Gemeinschaft in Deutschland, blieb aber unklar.

Sicherheitskreise vermuten, dass die Jesiden aufgebracht darüber sind, dass ihre in der Grenzstadt Kobane bedrohten Angehörigen auch von IS-Kämpfern angegriffen werden, die aus Tschetschenien stammen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Jesiden gegen Tschetschenen: Erneute Ausschreitungen in Celle"

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  • @ G. Napf: "Sind in Kobane nun Jesiden oder Kurden?"

    Juden sind dort jedenfalls keine. Sonst wären die Amis mit Flugzeugträgern bis ins Stadtzentrum von Kobane gefahren.

    Kurden sind offensichtlich schlechtere Menschen.

    Ist so eine Art passiver Rassismus.

  • Sorry, beim letzten Eintrag hat sich meine Tastatur verabschiedet.
    Die Moderatoren sollten diesen Eintrag löschen.

    Zum Thema:
    Es ist schon traurig, dass so etwas in Deutschland passieren kann.
    Da greifen also gewaltbereite Salafisten, Islamisten, IS-Sympathisanten und Tschetschenen friedliche kurdische Demonstranten mit Eisenstangen, Macheten und Stichwaffen an und die Polizei nimmt die Kurden fest.
    Sicher4, der Islam gehört zu Deutschland und somit auch die Salafisten.

    Wenn sie schon alle nied4eermetzeln und enthaupten wollen, dann sollten wir sie in ihr pARADIS NACH sYRIEN ODER DEN Irak schicken. Dort können sie dann in den Dschihad ziehen. Wenn sie dann als Märtyrer sterben, kommen sie zu Allah und bekommen 72 Jungfrauen.
    Außer, sie werden von einer Frau getötet; dann landen sie in der Hölle!

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