Kanzler-Präferenz
Deutsche wollen lieber Merkel als Steinbrück

Die SPD legt im Ansehen der Wähler leicht zu. Dem potenziellen Kanzlerkandidaten Steinbrück nutzt das allerdings wenig. Laut einer Umfrage wollen die meisten Deutschen nicht ihn, sondern Merkel als Regierungschefin.
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Düsseldorf/HamburgEinen Punktsieg kann Peer Steinbrück immerhin verbuchen: Unter den potenziellen SPD-Kanzlerkandidaten liegt der Ex-Finanzminister knapp vorn. Doch gegen die Amtsinhaberin hätte er nach dem „Stern“-RTL-Wahltrend

zurzeit keine Chance. Wenn die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich laut der Umfrage im Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) allerdings nur 34 Prozent für Steinbrück und immerhin 44 Prozent für Merkel entscheiden. Allerdings floss in den Wahltrend nicht Steinbrücks Auftritt auf dem SPD-Parteitag mit ein. Die Umfrage wurde in der Woche davor erhoben.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier käme auf 33 Prozent, Merkel bei dieser Alternative auf 43 Prozent. SPD-Chef Sigmar Gabriel würde nur 19 Prozent der Stimmen holen, Merkel käme in diesem Duell auf 57 Prozent der Stimmen.

Die SPD insgesamt kann in der Umfrage weiter zulegen. Die Partei kletterte um 1 Punkt auf 26 Prozent. Die Piraten gaben zum dritten Mal in Folge 1 Punkt ab und fallen auf sechs Prozent. Es ist ihr schlechtester Wert in dem Wahltrend, seit sie am 18. September bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus mit 8,9 Prozent der Stimmen triumphierten. Auch hier konnte die Umfrage noch nicht die Resonanz der Wähler auf den Bundesparteitag der Piraten einfangen, auf dem unter anderem ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle beschlossen wurde.

Die Werte der übrigen Parteien blieben stabil: Die Union erzielt erneut 35 Prozent, die FDP stagniert bei drei Prozent, für die Grünen wollen 16 Prozent und für die Linke neun Prozent der Wähler stimmen. Auf „sonstige Parteien“ entfallen fünf Prozent der Stimmen.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

Kommentare zu " Kanzler-Präferenz: Deutsche wollen lieber Merkel als Steinbrück"

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  • @ Uli
    Bravo, Herr Christian Ulrich Henkel, daß sie die Perspek-tive zurechtrücken, in der unsere larmoyanten Unterbeschäf-tigten, linkslastigen Journalisten und Möchtegern-System-veränderer alles dumm, dämlich und schlecht reden. Gottsei-dank nimmt Frau Merkel diesen hoch-undankbaren Job auf sich, die Korrektur von Versäumnissen und Fehlentwick-lungen aus Jahrzehnten zu versuchen.
    Wenn die Herren Steinmayer usw. so schlau sind, warum ha- ben sie dann nicht vor 1 oder 2 Jahren schon perfekte Lösungsvorschläge präsentiert? Ich sage es Ihnen - weil sie keine Ahnung davon hatten, was Not tut. Doch Frau
    hat anstelle von Schnellschüssen durch Beobachtung ge-lernt, was zu tun ist - und tut es mit Konsequenz. Bravo!

  • @ Roadrunner
    Es ist ein Kreuz der Demokratie, daß Leute, die außer Pöbe-leien keine Meinung haben, ihren Dampf in allen Gassen ver-breiten, während die Informierten das Wort leider zu sel-ten ergreifen.
    Da ich es leid bin, auf solchen Schwachsinn zu antworten, verweise ich Roadrunner nur auf die Zuschrift von Tomm. Da steht genug drin, was wir bei Rot-Grün 2013 zu erwarten hätten.

  • @ Christian Ulrich Henkel

    "..obwohl die überwiegende Mehrheit der Deutschen froh darüber in diesen schwierigen Zeiten eine Kanzlerin Angela Merkel zu haben.."

    Nehmen Sie Drogen ??? Diese Frau ist nichts anderes als eine Befehlsempfängerin. Und sie dient nicht dem Volk - nicht Ihnen und nicht mir. Sie vertritt offensichtlichst die Interessen der 0,1%, um es mal auf "Occupy Wall Street" zu sagen.

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