Kein Wettbewerb möglich
Private Kassen kritisieren Pläne zum Zahnersatz

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat die Regierungspläne zur künftigen Sicherung des Zahnersatzes scharf kritisiert. „Die Regelungen zum Zahnersatz sind absolut unbefriedigend“, sagte der Sprecher des Verbandes, Christian Weber, am Dienstag in Berlin auf Anfrage.

Reuters BERLIN. Es könne keine Rede davon sein, dass es fairen Wettbewerb zwischen gesetzlichen und privaten Kassen gebe. Sollte es bei den Regelungen bleiben, könne er sich nicht vorstellen, dass die Privatversicherer Angebote für Policen zur Sicherung des Zahnersatzes vorlegen.

Der Gesundheitskonsens zwischen Regierung und Union sieht vor, dass die Versicherten vom Jahr 2005 an die Kosten des Zahnersatzes selbst tragen müssen. Sie sollen dabei zwischen Angeboten von privaten und gesetzlichen Kassen wählen können. Ein vom Bundessozialministerium erarbeiteter erster Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform sieht nun vor, dass die Versicherten einen Sonderbeitrag von 0,8 % ihres Bruttoeinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze zahlen sollen, um die Kosten für Zahnersatz und Krankengeld zu finanzieren.

Schließen sie eine Police bei den Privatversicherern ab, können sie den Sonderbeitrag auf 0,5 % drücken. Die Privatversicherer werden verpflichtet, einen brancheneinheitlichen Standardtarif anzubieten. Weber sagte, die Regelung bevorteile die gesetzlichen Kassen, weil mit den 0,3 % nicht einmal die Kosten des Zahnersatzes getragen werden können, geschweige den die Aufwendungen für die Verwaltung. Den gesetzlichen Kassen werde es ermöglicht, mit Quersubventionen die Angebote für den Zahnersatz attraktiv zu machen.

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