Kindergeld in Deutschland das zweithöchste in der EU
Geld allein macht noch keine Geburten

Am Geld allein kann es nicht liegen, dass Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt hat. Im Gegenteil – der Staat lässt sich Kinder viel kosten.

Staatskosten:


Auf 88,5 Mrd. Euro im Jahr summieren sich die „staatlichen kindbezogenen Leistungen“ nach Angaben des Bundesfinanzministeriums. Pro Kind und Monat sind das 400 Euro. Die Summe umfasst allein die staatliche Förderung von Kindern. Die Bundesbank bezifferte alle Ausgaben des Staates einschließlich der Kosten für Schulen und Jugendhilfe für das Jahr 2000 gar auf 150 Mrd. Euro. Eine Studie des Instituts für Weltwirtschaft Kiel rechnete dazu noch die Kosten für die Wohnungsbauförderung und die Hochschulen ein und kam auf 180 Mrd. Euro jährlich.

Größter Einzelposten:


Das Kindergeld liegt insgesamt bei rund 35 Mrd. Euro jährlich. Mit 154 Euro pro Kind ist es nach Luxemburg das zweithöchste in der EU.

Zusatzleistungen:


Teuer kommt auch die Mitversicherung von Kindern in der Kranken- und Pflegeversicherung mit 12 Mrd. Euro und die Anrechnung für Kindererziehungsjahre in der Rentenversicherung mit ebenfalls 12 Mrd. Euro. Zudem listet das Bundesfinanzministerium viele kleinere Leistungen auf – vom Bafög (2 Mrd. Euro) bis zur Stiftung Mutter und Kind, die Schwangeren in Notlagen das Austragen des Kindes finanziell erleichtern soll (92 Mill. Euro).

Kinderbetreuung:


Für die Kinderbetreuung in Krippen, Kindergärten und Horten geben Länder und Kommunen 7,7 Mrd. Euro aus. 2003 bis 2007 zahlt der Bund den Kommunen zusätzlich 4 Mrd. Euro für den Aufbau von Ganztagsschulen. Für den Ausbau der Ganztagsbetreuung von Kleinkindern unter drei Jahren stellt der Bund den Kommunen weitere 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung.

Freibeträge:


Dass der Staat Kinder steuerlich berücksichtigen muss, hat das Bundesverfassungsgericht festgeschrieben, indem es urteilte: Das Existenzminimum muss steuerfrei gestellt bleiben. Für Kinder beträgt es jährlich 3648 Euro. Hinzu kommen 2160 Euro jährlich als Freibetrag für die Kosten von Betreuung und Erziehung.

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