Kinderporno-Verdacht
Tauss verzichtet auf Kandidatur

Nach heftigem Druck aus der eigenen Partei zieht der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss weitere Konsequenzen aus dem Kinderporno-Verdacht und verzichtet auf eine Kandidatur für die Bundestagswahl im September. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Stuttgart aus SPD-Kreisen.

HB STUTTGART. Zuvor hatte der Südwestrundfunk berichtet, der 55-jährige Tauss wolle am Donnerstagabend vor seiner Parteibasis im Kreis Karlsruhe den Verzicht erklären. Der Karlsruher steht bisher auf dem aussichtsreichen Platz sieben der Landesliste für die Bundestagswahl.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt wegen des Verdachts der Kinderpornografie gegen Tauss. Der Politiker hatte kurz nach dem Fund von Kinderporno-Bildern in seinen Räumen vor drei Wochen bereits sein Amt als medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion abgegeben und war als Generalsekretär der Südwest-SPD zurückgetreten. Wie die dpa aus SPD-Kreisen weiter erfuhr, will Tauss sein derzeitiges Bundestagsmandat aber behalten.

Der SPD-Politiker hält sich weiter für unschuldig: Er habe das Porno-Material im Zusammenhang mit seinen Recherchen als Abgeordneter und Medienexperte genutzt, beteuert er. Die Staatsanwaltschaft glaubt ihm das nicht. Die SPD in Baden-Württemberg und die Bundestagsfraktion hatten Tauss deshalb zuletzt aufgefordert, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten.

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