Koalition erzielt keine Einigung
Die Präsidentensuche geht weiter

Das Treffen der drei Parteichefs hat nicht einmal eine Stunde gedauert. Einigung Fehlanzeige. Doch jetzt könnte es schnell gehen. Merkel und Seehofer sprechen mit ihren Spitzen. SPD-Mann Steinmeier ist noch im Rennen.

BerlinUnion und SPD haben sich am Sonntag nicht auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl geeinigt - er blieb aber aussichtsreich im Rennen. Am Montag soll die Entscheidung fallen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer informieren um 08.30 Uhr die Spitzen ihrer Parteien in Telefonschalten über den Stand der Dinge.

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hatte in dem Spitzengespräch im Kanzleramt am Sonntagnachmittag an Steinmeier als Nachfolger von Joachim Gauck festgehalten. Das Gespräch, in dem eigentlich eine Entscheidung fallen sollte, dauerte nicht einmal 50 Minuten. Es war die zweite ergebnislos verlaufene Runde in einer Woche. Die Union hat bislang keinen eigenen Bewerber genannt.

Die CSU drängte Merkel bisher zu einem Unionskandidaten, weil CDU und CSU in der Bundesversammlung, die den Präsidenten am 12. Februar wählt, die größte Gruppe stellen. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass die Union Steinmeier mitträgt. Eine Einigung sei noch möglich, hieß es. Keinesfalls will die CSU einen Grünen-Politiker als Kandidaten akzeptieren.

Es gebe weiterhin diese drei Möglichkeiten, verlautete aus Unionskreisen: Steinmeier wird gemeinsamer Kandidat. Oder Union und SPD stellen gemeinsam einen anderen Kandidaten auf - das gilt allerdings als unwahrscheinlich. Oder die Union stellt einen eigenen Kandidaten auf und es kommt zur Kampfkandidatur mit Steinmeier.

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Die Linke will eigenen Kandidaten benennen

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