Koalitionsdebatte
Schwarz-Grün ist eine „Schnapsidee“

Von einer Koalition mit der Union wollen die Grünen nichts wissen. Es gebe keine politische Basis, so der parlamentarische Geschäftsführer der Partei, Volker Beck. Bei einigen Punkten sehe er pure Gegensätze.
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BerlinFührende Grünen-Politiker haben die Überlegungen von CSU-Chef Horst Seehofer und CDU-Vize Armin Laschet zu einem schwarz-grünen Regierungsbündnis zurückgewiesen. Schwarz-Grün sei eine "Schnapsidee", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Politik sei "mehr als Arithmetik". "Was in der Addition 50 Prozent ergibt, hat deshalb noch lange keine politische Basis", führte Beck aus.

"Bei der sozialen Gerechtigkeit und in der Gesellschaftspolitik sehe ich zwischen Union und Grünen nur Gegensätze", sagte Beck. Der grüne Verteidigungspolitiker Omid Nouripour sagte dem "Handelsblatt", CSU-Chef Seehofer wolle vor der Landtagswahl in Bayern "doch nur davon ablenken, dass er Ende des Jahres abgewählt wird". "Die CSU war immer die bucklige Schwester der CDU, die in Koalitionen Streit angezettelt hat - das ist keine Basis für Zusammenarbeit", fügte Nouripour hinzu.

Die Vorsitzende der bayerischen Grünen, Theresa Schopper, verwies auf die großen Differenzen von Union und Grünen in der Innen- und Flüchtlingspolitik. Zudem gebe es trotz Seehofers neuer Offenheit "auch innerhalb der CSU kaum eine Grundlage für eine Koalition" mit ihrer Partei. Die Grünen verfolgten das Ziel, "Schwarz-Gelb aufs Altenteil zu schicken". Sollte es jedoch nicht für Rot-Grün reichen, "werden wir sicherlich Gespräche führen", kündigte Schopper an.

Seehofer hatte sich in der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag besorgt über den Zustand der FDP geäußert. "Falls die FDP nach der Wahl nicht zur Verfügung stehen sollte, müsste die Union mit anderen Parteien reden", sagte der CSU-Vorsitzende mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst. Auch der nordrhein-westfälische CDU-Chef Armin Laschet warb in der "Stuttgarter Zeitung" vom Freitag dafür, den Weg für andere Koalitionen - etwa mit den Grünen - offen zu halten.

 
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Koalitionsdebatte: Schwarz-Grün ist eine „Schnapsidee“"

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  • Wenn ich mir den Kasper Trittin wieder als Minister vorstelle, dann wird mir speiübel. Besser über eine solche Katastrophenkonstellation nicht nachdenken!

  • Kommunalpolitik kann man nicht mit den gleichen Maßstab wie Bundes- oder Landespolitik sehen.
    Jeder Bundespolitiker, der klipp und klar sagt, keine Koalition mit der CDU/CSU steigt in meiner Hochachtung, denn es gibt keine Schnittstelle zwischen "Schwarz/Grün".

  • Wenn die Grünen das machen was man ihnen sagt , funktioniert eine solche Koalition sicher auch .

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