Kommentar
AfD-Angriffe zielen auf das Grundgesetz

PremiumEuro-Krise und Flüchtlinge eignen sich nicht mehr als Angstthema. Deshalb fährt die AfD jetzt einen harten Anti-Islam-Kurs. Allen voran Beatrix von Storch. Doch mit ihrer Islamkritik spaltet sie die Partei. Ein Kommentar.

Wie dringend die AfD ein neues Thema brauchte, formulierte Parteichefin Frauke Petry direkt nach den Landtagswahlerfolgen vom 13. März: Die Flüchtlinge taugten angesichts rückläufiger Zuwandererzahlen nicht mehr als Angstthema, analysierte sie. Weshalb sie den Islam zum neuen AfD-Angriffsziel ausrief. Die bewährte Taktik sollte bleiben: mit überspitzten Thesen provozieren, nach dem erwartbaren Aufschrei der etablierten Parteien relativieren. Notfalls war man halt bei der Zustimmung zum Schießbefehl an deutschen Grenzen mit der Computer-Maus ausgerutscht.

Nicht jede Provokation aber lässt sich relativieren. Der Islam sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, versuchten es die AfD-Rechtsausleger Beatrix von Storch und Alexander Gauland mit einer...

 
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