Kommentar zu Merkels Flüchtlingspolitik
Die tragische Heldin

Vieles verzeiht man einer Chefin, aber nur selten, dass sie ans Eingemachte geht. So ist es auch bei Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik. Nun kehrt ihr die CDU im Osten zunehmend den Rücken – aus Angst vor Machtverlust.
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Wahre Tragödien entwickeln sich zumeist nach demselben Muster: Der tragische Held, die tragische Heldin geht in einem Konflikt an seinem geläuterten Wesen zugrunde. Ähnliches trägt sich nun um die Flüchtlingspolitikerin Angela Merkel zu. Viele Jahre lang war die murrende Kritik an ihr, sie sei eine reine Maklerin des Pragmatischen, besitze weder gesellschaftliche Visionen noch gedankliche Entwürfe, die sie über das geschickte politische Immer-so-Weiter-Werkeln herausheben könnten.

Nun zeigte sie sich in der Flüchtlingsfrage als eine Gestalterin, als eine Politikerin, die wenig Rücksicht auf die stark klaustrophoben Seite in ihrer Partei und in ihrem Land nehmen will: Wir schaffen das (wenn wir wollen)! Und wenn wir das nicht wollen, dann ist dies nicht mehr mein Land! Auf ihrer politischen Wertehierarchie taucht plötzlich etwas ganz, ganz oben auf, was kaum jemand bei ihr vermutet hatte: eine eindeutige ethische Position. Eine klare Verantwortungsethik, eine Politik, die weit über die Forderungen des Tages hinaus blickt, die tatsächlich auch die Konturen eines künftigen Deutschland ins Visier nimmt.

Prompt fallen viele in Partei und Fraktion von ihr ab, die sich das nie hätten träumen lassen und die Merkels Handeln als reine Gesinnungsethik missverstehen. Parteifreunde, ehemalige Unterstützer und alle jene zumal, die ihrer properen Erfolgsgarantin zwar folgten, dies aber nur mit einem mulmigen Gefühl des Zweifels am wahren politischen Ich der Angela Merkel taten.

Hunderttausende von Flüchtlingen werden dieses Jahr in Deutschland Asyl beantragen. Was denken sie? Was wollen sie? Weil die Neuankömmlinge noch immer vielsprachig sprachlos sind, will das Handelsblatt ihnen eine Stimme geben: Auf 50 Seiten sprechen und schreiben Künstler und Unternehmer, Schriftsteller, Ärzte und Ingenieure, Männer und Frauen aus Afghanistan, Iran und und Irak, Syrien, Eritrea aber auch dem Kosovo über Merkel und Europa, Heidenau und das Schleppergeschäft – aber auch die Sorgen der Deutschen, mit denen sie nun konfrontiert werden. Das komplette Dossier als PDF zum Download.

Denn sie wussten eigentlich nie so ganz genau, was sie taten, als sie Merkel folgten: Merkel, die Machttechnikerin und scheinbar wertneutrale Macherin, ließ sie bewusst im Unklaren. Der Vorliebe der Deutschen eingedenk, so wenig Politik wie möglich wahrnehmen zu wollen, sparte sie auf ihrer Agenda viele politische, gesellschaftspolitische Bereiche aus, die, siehe Flüchtlinge, Homosexuelle etc., automatisch für ideologische Konflikte sorgen.

Auch deshalb begleiteten viele in der Union applaudierend dem besten und oft prämierten Pferd im Stall, einem obendrein stets ackernden Gaul, der für die Union oder für Deutschland eine Menge Erfolg und Anerkennung herausschindete.

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Damit ist es vordergründig vorbei

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  • - vorläufig festzunehmen, wenn diese Person auf frischer Tat angetroffen .... -

    Festnehmen, oder Festhalten?

    Bisher dachte ich, Festnehmen dürfen nur Personen in hoheitlicher Funktion.

  • Um Missverständnissen (ist wohl auch eine Frage der Definition) entgegenzutreten, hier ein Nachtrag:

    Kein "Patriot" zu sein, bedeutet noch lange nicht, dass man seine Heimat nicht liebt.

    Wie auch immer:

    Wer seine Heimat wirklich liebt, legt großen Wert darauf, dass sie überall auf der Welt gut angesehen ist.

  • Nun das Festnahmerecht existiert, das ist die eine Seiter der Medaille. Nimmt jemand allerdings einen Muslim fest und ruft die Polizei, dann ist er anschließend oft der Gelackmeierte.
    Die Polizei wendet sich gegen ihn und beschuldigt ihn der Körperverletzung bzw. der Freiheitsberaubung. Delikte unserer Kulturbereicherer werden von der Polizei bevorzugt nicht zur Kenntnis genommen. Ich durfte das selbst erleben.

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