Konzept für Familienarbeitszeit
Die heile Welt der SPD

PremiumDie SPD will mit einem Konzept für eine Familienarbeitszeit gezielt Eltern mit jüngeren Kindern und pflegende Angehörige unterstützen. Doch damit schießt die Partei über das Ziel hinaus. Ein Kommentar.

Vor 50 Jahren ging der Mann ins Büro oder in die Fabrik, die Frau kümmerte sich um Kinder und Haushalt. Heute dominiert bei jungen Eltern das Hinzuverdienermodell: Der Vater arbeitet Vollzeit, die Mutter trägt mit dem Teilzeitjob zum Familieneinkommen bei. Gewinnt die SPD im September die Bundestagswahl, will sie nun den nächsten Schritt gehen: Mann und Frau teilen sich – staatlich bezuschusst – Erziehung und Broterwerb gleichberechtigt auf.

Das alte Konzept der Familienarbeitszeit, das Familienministerin Manuela Schwesig nun um die Pflege erweitert ins Wahlprogramm schreiben will, ist aber in mehrfacher Hinsicht fragwürdig. Elternzeit und Elterngeld bieten Paaren schon heute die...

 
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