Kosten für qualifizierte Arbeitskräfte sinken
ZEW: Steuerreform verbessert Standortbedingungen

Die dritte Stufe der Steuerreform wird einer Studie zufolge die Standortbedingungen Deutschlands im internationalen Wettbewerb um hoch qualifizierte Arbeitskräfte verbessern. Das geht aus einer am Mittwoch in Mannheim veröffentlichten Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor.

HB BERLIN. „Während ein Unternehmen derzeit noch knapp 191 000 € zahlen muss, damit eine hoch qualifizierte Arbeitskraft nach Steuern über ein Einkommen von 100 000 € verfügt, muss das Unternehmen nach der Reform nur noch 174 000 € aufwenden“, erklärten die Mannheimer Forscher am Mittwoch. „Dies verbessert die Standortbedingungen Deutschlands im internationalen Wettbewerb um hoch qualifizierte Arbeitskräfte.“

Im Rahmen der dritten Stufe der Steuerreform, über deren Vorziehen von 2005 auf Anfang 2004 derzeit im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat gerungen wird, sinkt unter anderem der Spitzensteuersatz auf 42 % von bislang 48,5 %.

In einem vom ZEW erstellten internationalen Vergleichsindex der Standortattraktivität für hoch qualifizierte Arbeitskräfte nimmt Deutschland in diesem Jahr noch den vorletzten Platz - knapp vor Schlusslicht Italien - ein. Durch die dritte Stufe der Steuerreform würde Deutschland dem ZEW zufolge die Niederlande und Frankreich überholen, hätte aber weiter eine höhere Steuerbelastung als Österreich, Irland, Großbritannien, die USA und die Schweiz. Bei dem Vergleich der effektiven Steuer- und Abgabenbelastungen auf hoch qualifizierte Arbeitskräfte geht das ZEW vom Beispiel eines Alleinstehenden mit einem verfügbaren Einkommen von 100 000 € aus.

„Ungeachtet der verbesserten Position Deutschlands bei Hochqualifizierten bei Einführung der dritten Steuerreformstufe muss beachtet werden, dass Deutschland bei der effektiven Steuerbelastung von Unternehmen international schlecht abschneidet“, schreiben die ZEW-Forscher weiter. Kapitalgesellschaften unterlägen in Deutschland nach den USA der höchsten Belastung. Dem ZEW zufolge zeigt die effektive Durchschnittssteuerbelastung für Unternehmen an, wie attraktiv ein Standort für hoch rentable Investitionen ist.

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