Krankenhäuser
Union will 15.000 neue Schwestern-Stellen schaffen

Die Pflegesituation in deutschen Krankenhäusern ist angespannt. Die Unionsfraktion will deswegen 15.000 neue Stellen für Schwestern und Pfleger schaffen. Klinikärzte dagegen sollten im nächsten Jahr verzichten, heißt es.
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BerlinDie Unionsfraktion im Bundestag will in Krankenhäusern 15.000 neue Stellen für Krankenschwestern und -pfleger schaffen. Um den Pflegenotstand in den Krankenhäusern zu bekämpfen, sei ein Programm wie in den Jahren 2009 bis 2011 vorstellbar, als Tausende Pflegestellen entstanden seien, sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). "So etwas könnte man wieder auflegen."

Zugleich forderte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion die Klinikärzte auf, im kommenden Jahr "mal zugunsten der Pflegekräfte auf Gehaltssteigerungen zu verzichten". Der Marburger Bund hat für die kommunalen Klinikärzte Gehaltserhöhungen von sechs Prozent für 2013 gefordert.

"Angesichts der finanziell angespannten Situation im Krankenhausbereich sollten wir uns 2013 aus Sicht der Union vor allem auf die Pflege konzentrieren", sagte Spahn. "Hier muss dringend etwas passieren." Pflegekräfte litten unter hoher Arbeitsverdichtung, die einzelne Pflegekraft müsse sich um immer mehr und immer ältere Patienten kümmern. "Wenn Sie eine Krankenschwester fragen, ob sie mehr Geld will oder mehr Kollegen, dann wird sie antworten: Mehr Kollegen", sagte Spahn.

 
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krankenhäuser: Union will 15.000 neue Schwestern-Stellen schaffen"

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  • Vielleicht sollte Herr Spahn sich mal an die Krankenkassen und deren 23 Mrd. Rückstellungen wenden, oder sollen noch mehr Ärzte das Land verlassen?

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