Kritik am Bayern-Chef
Kraft hält Hoeneß für kaum noch tragbar

Dass Uli Hoeneß trotz seiner Steuer-Affäre noch Aufsichtsratschef des FC Bayern ist, hält Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für „schwierig“. Ein Rückzug sei aber nicht zu erwarten. Dabei stehen neue Vorwürfe im Raum.
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MünchenFür Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist Uli Hoeneß als Aufsichtsratschef des deutschen Fußballmeisters FC Bayern München kaum noch tragbar. „Gehen wir nach den Regeln des Compliance, denen sich Aktiengesellschaften verpflichtet haben, halte ich das für schwierig“, sagte Kraft der „Neuen Westfälischen“. „Allerdings gehe ich davon aus, dass Herr Hoeneß solange wie möglich an seinem Posten festhalten wird.“ Hoeneß ist wegen Steuerhinterziehung angeklagt, die 5. Strafkammer des Landgerichts München II will bis Ende September über eine Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden.

Für Kraft beweist der Fall außerdem, dass ihr Finanzminister Norbert Walter-Borjans den richtigen Weg beschritten hat, als er im Kampf gegen Steuerhinterziehung auf den umstrittenen Kauf von Steuer-CDs gesetzt hat. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte dagegen ein Steuerabkommen mit der Schweiz forciert, das jedoch von den SPD-geführten Ländern im Bundesrat gestoppt wurde.

Uli Hoeneß habe sich erst dann erklärt, als das Abkommen abgewendet war, sagte Kraft dazu. „Das zeigt doch, dass unser Vorgehen richtig war.“ Grundsätzlich sei sie als SPD-Chefin in NRW nicht gegen ein Abkommen, nur eben gegen das damals verhandelte. „Es kann nicht sein, dass jemand, der sein Vermögen ins Ausland schafft, besser gestellt wird, als jemand, der in Deutschland seine Einkünfte korrekt versteuert und dann auch noch eine weiße Weste bekäme.“ Das wäre schlichtweg ungerecht, so Kraft. „Dass wir das verhindert haben, erfüllt mich durchaus mit Stolz.“

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, reagierte mit Unverständnis auf die Äußerungen Krafts zu Hoeneß. „Wenn Frau Kraft Compliance-Regeln für Konzerne und große Betriebe anspricht, dann sollte sie diese auch mal mit ihrem Kollegen Herrn Wowereit besprechen. Dieser ist nach dem Debakel um den Großflughafen in Berlin immer noch an führender Stelle im Aufsichtsrat tätig“, sagte Holznagel Handelsblatt Online. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte Anfang 2013 den Aufsichtsratsvorsitz der Berliner Flughafengesellschaft abgegeben, nachdem ein Eröffnungstermin für den Großflughafen erneut geplatzt war und die Inbetriebnahme auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

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Kommentare zu " Kritik am Bayern-Chef: Kraft hält Hoeneß für kaum noch tragbar"

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  • Was zum Teufel mischt sich Frau Kraft in diese Geschichte ein.
    Die soll gefälligst ihr Bundesland vernünftig führen und sonst nichts.
    Ständig wird eine " neue Sau durchs Dorf getrieben" - hoffentlich gibt es balsd wieder ein " wichtigeres Thema" für die Presse...Waldbrand in Alaska oder " der berühmte Sack Reis in China"...ist nicht auszuhalten.
    Es gibt in diesem Land Baustellen zur Genüge...komme aus Brandenburg...unser Chefsozi ist gerade abgeflogen( von seinem Ministerpräsidentenposten)-nein immer noch nicht vom neuern Berliner Flughafen...wie sieht es aus Frau Kraft(los)...mal eine Meinung dazu in der Presse kolporieren...nee besser nicht , die Sozis kämpfen ja schon mit den 20 Prozent...


  • Ob Hoeness oder rote SPD Kleptokraten in NRW, als moralisch verkommen gelten beide.

    Sumpf WestLB spricht für sich, BayernLB ebenfalls.
    Liegt wohl an der Politik insgesamt.

  • Auch diese völlig unseriöse Einmischung und Haßtirade pauschal gegen Bayern wird nicht zu einer entscheidenden Schwächung des Gegners führen, und auch mit so einer kindischen Aktion wird der BVB in absehbarer Zeit weder Deutscher Meister noch CL-Sieger werden!
    (o:)

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