Kritik an Merkel
CDU-Mittelstand will Friedrich Merz zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel gerät wegen ihres Kurses in der Konjunkturkrise in die Kritik aus eigenen Reihen. Der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, warf Merkel vor, nicht für die nötige Geschlossenheit in der Union zu sorgen. Er fürchte zudem um die Wahlchancen der CDU, weil ihr ein glaubwürdiger Wirtschaftsexperte fehle.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel gerät wegen ihres Kurses in der Konjunkturkrise in die Kritik aus eigenen Reihen. Der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, sagte dem „Hamburger Abendblatt“, es sei angesichts des Kurses der CDU kein Wunder, dass sich ihre Anhänger der FDP zuwenden. Die Pläne für die Enteignung privater Investoren bei der angeschlagen Hypo Real Estate etwa seien verfassungsrechtlich bedenklich.

„Frau Merkel ist eine Einzelkämpferin. Es ist ihr nicht gelungen, außerhalb ihres unmittelbaren Umfelds einen Teamgeist zu schaffen“, bemängelte Schlarmann. Der Parteispitze habe zudem nie die Lehren aus dem schwachen Abschneiden nach zuvor guten Umfragen bei der vergangenen Bundestagswahl gezogen. „Nach meiner Überzeugung lag der Absturz in den letzten vier Wochen an Kommunikationsfehlern und fehlender Geschlossenheit. Das kann uns wieder passieren.“

Für die Bundestagswahl im September sollte Merkel den früheren CDU-Wirtschaftsexperten Friedrich Merz zurückholen, forderte Schlarmann. „Auch in der Union sollte man in der Lage sein, persönliche Aversionen zurückzustellen“, sagte Schlarmann. Ohne ein gutes Wahlkampfteam an Merkels Seite werde es keine bürgerliche Mehrheit mit der FDP geben.

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