Kritik an Merkel
NRW-CDU fordert schärferes Profil der Bundespartei

Nach dem Streit um das Antidiskriminierungsrecht wächst an der nordrhein-westfälischen CDU-Basis der Zweifel an der Regierungsstrategie von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es werden Stimmen laut, die Richtung sei die falsche.

HB DÜSSELDORF. „Bei uns kommt das gar nicht gut an“, sagte der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU, Henrik Wüst, dem Handelsblatt. „Auf dem Altar der Koalitionsruhe darf man nicht jeden Zoff opfern. Es darf nicht fortwährend der Eindruck entstehen, dass nicht gekämpft wird.“

Der Kampf gegen das Antidiskriminierungsgesetz sei für die NRW-CDU "eine Frage der Glaubwürdigkeit“, sagte Wüst, der auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist. „Wir haben im NRW-Landtagswahlkampf gesagt, wir werden das nicht mitmachen.“ Mit der von Merkel propagierten „Politik der kleinen Schritte“ sei das schwer zu vereinbaren: „Das Antidiskriminierungsgesetz ist kein kleiner Schritt in die richtige Richtung, sondern ein großer Schritt in die falsche.“

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