"Kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede gewaltig"
CSU will Privilegierte Partnerschaft für Türkei

Die CSU hat einen EU-Beitritt der Türkei abgelehnt. Die Delegierten des Parteitages unterstützten einstimmig einen entsprechenden Leitantrag.

HB BERLIN. Die Delegierten des CSU-Parteitags in München haben die Aufnahme der Türkei in die EU einstimmig abgelehnt. Stattdessen solle Ankara eine «Privilegierte Partnerschaft» angeboten werden, heißt es in einem von den Delegierten gebilligten Leitantrag der Parteiführung.

Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen, über die die Staats- und Regierungschefs der EU am 17. Dezember entscheiden wollen, hält die CSU für falsch. Die EU würde nach dieser Ansicht weit über ihre geographischen Grenzen hinaus ausgedehnt; die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede seien gewaltig, hieß es laut dem Leitantrag. Die zu erwartende Zuwanderung würde demnach die Integrationsprobleme vor allem in Deutschland verschärfen.

Zugleich müsste Deutschland als größter EU-Nettozahler zusätzlich mindestens sechs Milliarden Euro jährlich für die Türkei zahlen. Außerdem wäre die EU nach dieser Auffassung mit einer Außengrenze mit Iran und Syrien von Krisen in dieser Region unmittelbar betroffen.

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