Länder wollen längere Arbeitszeiten
Tarifgespräche mit den Ländern gehen weiter

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sind am Sonntag wieder aufgenommen worden. Verdi-Chef Bsirke will auf die Länder zugehen.

HB BERLIN. Im Tarifstreit zwischen den Ländern und den Gewerkschaften sind die Gespräche am Sonntag in Berlin fortgeführt worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hofft, sich noch an diesem Wochenende mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) auf einen Kompromiss zu einigen. Verdi-Chef Frank Bsirske deutete unmittelbar im Vorfeld der Verhandlungen an, auf die Bedürfnisse der Länder eingehen zu wollen, hieß es ein einem Agenturbericht.

Der niedersächsische Finanzminister und Verhandlungsführer der Länder, Hartmut Möllring (CDU), äußerte sich zurückhaltender: Er rechnet mit keiner Einigung am Sonntag. Es gebe noch zu große Differenzen bei den Punkten Arbeitszeit, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Einmalzahlung. Die Arbeitgeber seien nicht bereit, unter Zeitdruck zu verhandeln.

Die Gewerkschaft will für die etwa 900.000 Beschäftigten die Übernahme des im Februar zwischen Bund und Kommunen ausgehandelten Tarifabschlusses erreichen. Die Länder hatten dies bislang abgelehnt: Sie wollen stattdessen längere Arbeitszeiten für die Bediensteten durchsetzen.

Am Montag berät die Bundestarifkommission von Verdi über den Verhandlungsstand.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%