Landesvorstand distanziert sich
Schill-Partei hat keine Lust mehr auf Schill

Nach dem Eklat im Hamburger Rathaus hat sich der Landesvorstand der Schill-Partei ungewöhnlich deutlich vom entlassenen Innensenator Ronald Schill distanziert. Die Aussagen des Parteigründers seien „beschämend und unwürdig“, erklärte der Vorstand nach einer Sondersitzung am Mittwochabend.

HB/dpa HAMBURG. Ein Landesparteitag solle über die parteipolitische Zukunft Schills entscheiden, der Chef der Partei Rechtsstaatlicher Offensive in der Hansestadt ist.

Die Bürgerschaftsfraktion der Partei hatte am Mittwochabend Schills Stellvertreter im Parteivorsitz, Dirk Nockemann, als neuen Innensenator vorgeschlagen. Nockemann, der bisher das Senatorenbüro in der Innenbehörde geleitet hatte, will sich bis Donnerstagabend entscheiden, ob er diese Aufgabe übernimmt. Der 45-jährige Jurist hat in verschiedenen Innenministerien gearbeitet. Die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP haben bereits ihre Zustimmung zu dem Personalvorschlag signalisiert.

Die Schill-Fraktion entschied bei der Sondersitzung zudem, dass Norbert Frühauf, der als Favorit für den Posten des Innensenators gegolten hatte, weiter die Fraktion führt. Schill selbst will einfacher Abgeordneter werden. Er strebe keine Spitzenposition in der Fraktion an, teilte Schill mit. Er nahm nicht an der Sitzung teil. CDU und FDP hatten ein Fortbestehen der Koalition für unmöglich gehalten, sollte Schill eine leitende Funktion einnehmen.

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