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Landtagswahlen 2014

Landtagswahl in Sachsen
Höhenflüge und zerplatzte Träume

Sachsen hat gewählt – und der CDU einen Wahlsieg beschert. Auch die eurokritische AfD jubelt. Schwarz-Gelb ist dagegen Geschichte – die FDP abgewählt. Unsere Kurzanalysen zu den Parteien.
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Schlechtestes Wahlergebnis jemals und trotzdem haushoch gewonnen: Die seit der Wende in Sachsen regierende CDU bleibt nach der Landtagswahl vom Sonntag an der Macht, Ministerpräsident Stanislaw Tillich muss sich aber einen neuen Partner suchen. Die Liberalen fliegen wie schon bei der Bundestagswahl 2013 aus der Regierung und aus dem Parlament. Dafür zieht die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) erstmals in einen Landtag ein.

Die Linke wird erneut zweistärkste Kraft, auch die Grünen schaffen es wieder in den Landtag. Als wahrscheinlichste Koalition gilt in Dresden nun ein Bündnis von CDU und SPD, was auch die Große Koalition von Kanzlerin Angela Merkel stärken würde. Tillich könnte aber auch mit der AfD regieren, bei einem Scheitern der NPD an der Fünf-Prozent-Hürde sogar mit den Grünen.

Die Regierungsbildung wird nun schwierig. Sachsens CDU-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich sieht bei der Suche nach einem neuen Koalitionspartner zwei Optionen: SPD und Grüne – jedoch nicht die AfD. „Ich habe keine Präferenz, das müssen Gespräche ergeben“, sagte er am Sonntagabend. „Wir werden uns einen Koalitionspartner suchen, mit dem wir auch gemeinsam für das Land etwas erreichen können. Und mit Sicherheit zählt dazu die AfD nicht.“

Was bedeutet das Wahlergebnis für die einzelnen Parteien? Und welche bundespolitischen Folgen hat die Sachsenwahl? Hier die Kurzanalysen von Handelsblatt Online.

Kommentare zu " Landtagswahl in Sachsen: Höhenflüge und zerplatzte Träume"

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  • Die realen Zahlen sprechen ja eine ganza ndere Sprache als das "offizielle Ergebnis". So hat die CDU seit 1999 bspw. fast die Hälfte ihrer Wähler verloren!!! http://www.cura-mind.de/landtagswahl-sachsen-wahres-ergebnis/

  • Der Artikel scheint vor der Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses geschrieben worden zu sein, als die NPD noch mit 5,0% im Landtag geführt wurde. Letztendlich hat die AfD der NPD entscheidende Stimmen gekostet, die lt. Forschungsgruppe Wahlen 16.000 Wähler von der NPD zur AfD gezogen hat. Bei der Wahlbeteiligung von unter 50% war dies 1% des Ergebnisses. Aber die Zivilgesellschaft darf sich nicht darauf ausruhen, wie die Beispiele Dresden und Leipzig zeigen, wo eine konsequente Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen nicht nur regelmäßige Naziaufmärsche be- und verhindern, sondern auch die Stimmen der NPD in diesen Städten unter 5 % gedrückt haben. Solcherart konsequenter Zusammenarbeit ist auch in den Hochburgen Sächsische Schweiz und Erzgebirge dringend erforderlich, wo das Vorhandensein einer Naziszene aus NDP und so genannten Freien Kameradschaften nicht nur ignoriert, sondern teilweise geleugnet wird. Zahlen zur Sächsischen Landtagswahl: http://www.mdr.de/sachsen/wahlen-politik/landtagswahl/wahldaten100.html

  • Glückwunsch AfD!
    Endlich kommt die AfD in die Spur.
    Frau M, die ja alles "alternativlos" sieht, wird sich bald alternativ mit den Alternativen auseinandersetzen müssen.
    Ihre Politik gegen Deutschland wird nicht mehr lange Bestand haben.
    Sie hat Deutschland mit ihrer, gegen D gerichteten Politik, in die schwierigste Lage nach 1945 gebracht und die ist und war nicht alternativlos. Frau M kann nur nicht alternativ denken m.E. auf Grund ihrer Ausbildung in der DDR.

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