Zum Landtagswahlen 2016 Special von Handelsblatt Online

Landtagswahl
AfD überholt Grüne in Rheinland-Pfalz

In einem Monat wird in Rheinland-Pfalz gewählt. Die AfD kommt in einer neuen Umfrage auf neun Prozent, während die Grünen auf acht Prozent absacken. In Sachsen-Anhalt wird vor noch höheren AfD-Werten gewarnt.

BerlinEinen Monat vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist die rechtspopulistische AfD in einer Umfrage zur drittstärksten Kraft aufgestiegen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Infratest-dimap-Erhebung für den SWR legte die AfD um einen Punkt im Vergleich zum Vormonat auf neun Prozent zu und verdrängte damit die Grünen vom dritten Platz, die einen Punkt abgaben und auf acht Prozent kamen.

Während CDU und SPD mit 37 beziehungsweise 31 Prozent ihre Werte nicht veränderten, legte die FDP um einen Punkt auf sechs Prozent zu. Die Linke verlor einen Punkt und kam auf vier Prozent. Nach diesen Ergebnissen ist eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition in Mainz nicht möglich. Denkbar wäre neben einer großen Koalition nur ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP, da Partnerschaften mit der AfD ausgeschlossen werden.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) würde sich bei einer Direktwahl weiterhin gegen ihre CDU-Herausforderin Julia Klöckner durchsetzen, verliert aber an Zustimmung. Wenn die Wähler die Ministerpräsidentin direkt wählen könnten, würden sich nur noch 46 Prozent für Dreyer entscheiden. Damit verliert die Amtsinhaberin sieben Prozentpunkte. Für Klöckner würden sich 37 Prozent der Befragten entscheiden. Dies bedeutet ein Plus von vier Punkten.

Am 13. März wird neben Rheinland-Pfalz auch in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg gewählt. In allen Ländern legt die AfD unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise in Umfragen deutlich zu. Der Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper (Parteilos) warnte in einem Interview, er traue der AfD bei der Landtagswahl ein Rekordergebnis von 17 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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