Leitartikel über die NSA-Affäre
Wenn die Guten schlecht sind

PremiumWir sollten uns bei der NSA-Affäre in Realismus üben, meint Till Hoppe: Zetern und Empörung allein bringt nichts gegen Überwachung. Stattdessen sollten wir endlich anfangen, uns vor Spionage besser zu schützen.

BerlinAnfang der 1990er-Jahre wussten sie noch, woran sie waren. Wer damals im Bonner Bundeskanzleramt wirklich Vertrauliches besprechen wollte, ging in einen der wenigen abhörsicheren Räume. Oder er spazierte mit seinem Gesprächspartner am Rheinufer entlang. Der Kalte Krieg war gerade zu Ende gegangen, und die Kanzleramtsmitarbeiter waren sich im Klaren darüber, dass sie abgehört wurden. Von den Russen natürlich. Aber auch die Westalliierten wollten nun mal wissen, was in der bundesrepublikanischen Machtzentrale gedacht wurde. So jedenfalls erzählen es altgediente Offiziere, die in den Jahren nach dem Mauerfall dort Dienst taten.

Irgendwann in den folgenden beiden Jahrzehnten, als die Erinnerung an...

 
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