Leutheusser-Schnarrenberger
Keine Eile mit der gesetzlichen Frauenquote

Bevor möglicherweise gesetzliche Vorgaben durchgesetzt werden, will Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger deutschen Unternehmen noch die Chance geben, selber aktiv zu werden.
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PassauBundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist gegen eine schnelle gesetzliche Regelung einer Frauenquote. „Bis 2013 werden weitere Aufsichtsratsmandate und Vorstandsposten neu zu besetzen sein, bis dahin müssen die Unternehmen noch Taten folgen lassen und die Zahl der Frauen in den Führungsebenen angemessen erhöhen. Erst dann entscheidet sich, ob es doch noch gesetzlicher Vorgaben bedarf“, sagte die FDP-Politikerin der „Passauer Neuen Presse“.

Die stellvertretende FDP-Chefin verwies auf den „Corporate Governance Kodex“, der seit Mai 2010 empfehle, Frauen angemessen zu berücksichtigen. Seitdem seien bei Nachwahlen von Aufsichtsratsmitgliedern neun von 23 Posten mit Frauen besetzt worden. Offenbar vollziehe sich in der Wirtschaft nun der lange geforderte Mentalitätswandel.

Bei einem Spitzentreffen mit der Bundesregierung wollen die 30 Dax-Unternehmen an (heutigen) Montag ihre Pläne zur Steigerung des Frauenanteils in Chefetagen vorlegen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Leutheusser-Schnarrenberger: Keine Eile mit der gesetzlichen Frauenquote"

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  • Ich unterstütze das ebenfalls.-
    Es sit nicht zu fassen, was in Deutschland abläuft.
    Rauchverbot in Kckkneipen soll hier in NRW nun auch kommen, egal ob der Wirt dann schließen mu.
    Frauenquoten für Vorstände, also staatsbefohlene Mitarbeiter-Einstellung
    Wann kommt das Rauchverbot in Wohungen? Und wer überwacht es dann? Bekommen wir dann den alten Blockwart wieder?
    Und wann kommt der neue Lebensborn, damit die Kinderquote in die Höhe geht?
    So lange in der Politk diese frustrierten Emanzen sitzen, die von Ideologie und Fanatismus getreiben sind, wird es täglich in unserem Land schlechter.
    Deutschland schafft sich ab.

  • Ohne gesetzliche Regelungen werden die Firmen nullkommanix tun! Diese Männergesellschaft fährt seit Jahrzehnten die Ellenbogen aus und grenzen tüchtige Frauen eiskalt aus. Nur ein Gesetz kann Frauen im Beruf helfen.

  • Die Diskussion an sich ist richtig. Die beiden Ansatzpunkte - Selbstverpflichtung oder feste Quote - sind klever gewählt, nicht von Konkurrenten, sondern von gemeinsamen Kämpferinnen. Ich wünsche dieser Doppelstrategie den maximalen Erfolg.

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